Der Bergtourismus macht im Jahr 2024 bereits 23,4 % aller Ankünfte im Piemont aus.mit einem Ausländeranteil von 47,9 %. Dies geht aus einer Analyse von Nomisma hervor, die auf der Konferenz vorgestellt wurde.Die Berge und der Tourismussektor Die Veranstaltung „Evolutionary Dynamics“ wurde von Confindustria Piemonte, Unioncamere Piemonte, der Region Piemont und Uncem Piemonte mit Unterstützung von UniCredit organisiert. Während die Gesamtzahl der Ankünfte 2024 mit 5,5 Millionen stabil blieb, verzeichnete der Bergtourismus laut Daten von Visit Piemonte für den Zeitraum 2023–2024 einen Anstieg der Ankünfte um 12,5 % auf 1,07 Millionen und der Übernachtungen um 12,2 % auf 3,2 Millionen.
Das Ankunfts-Anwesenheits-Verhältnis ist stabil bei eins zu drei, d.h. mindestens drei Nächte pro BergtouristDies zeigt sich auch beim Vergleich der Daten für Winter und Sommer. Die Trends unterscheiden sich jedoch deutlich: Im Vergleich zur Saison 2022/2023 verzeichnete der letzte Winter einen Anstieg der Ankünfte um 23,5 % auf fast eine halbe Million und einen Anstieg der Übernachtungen um 21,8 % auf insgesamt 1,56 Millionen. Im Sommer stiegen die Ankünfte um 4,7 % auf 584 und die Übernachtungen ebenfalls um 4,7 % auf insgesamt 1,64 Millionen.
Die Beziehung zwischen Bergen und Tourismus ist uralt und von entscheidender Bedeutung, doch heute bedarf sie einer Neubewertung. Die Berge sind längst nicht mehr nur ein Wintersportziel: Sie sind zu einem Ort für Erlebnisse, Wohlbefinden, Naturverbundenheit, Kultur und Gemeinschaft geworden. Um die Entwicklungsdynamik dieses Sektors zu verstehen, ist es wichtig zu begreifen, wie die Berge weiter wachsen, ihren Wert steigern und zu einem Labor für nachhaltige und innovative Entwicklung werden können. Die Daten sind ermutigend: Im Piemont stieg der Bergtourismus bis 2025 im Vergleich zu 2024 um 14 %, die Ankünfte legten um 7 % zu; die Ausgaben ausländischer Touristen, die bereits 2024 um 40 % gestiegen waren, nehmen weiter zu; und die positive Einstellung zu den Bergen erreicht laut einer aktuellen Umfrage 85,8 von 100 Punkten. Dies sind wichtige Ergebnisse, doch hinter dem Wachstum verbergen sich Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen: der Rückgang der Wintersaison, das Phänomen des Übertourismus an manchen Orten und vor allem die tiefgreifenden Unterschiede zwischen den Bewohnern der Berge und ihren Besuchern. Laura Zegna, Präsident der Tourismusindustriekommission von Confindustria Piemonte.
Nomismas Analyse: Unter den 15 meistbesuchten Touristenzielen im Piemont befinden sich 3 Berggemeinden.
Eine Analyse von Nomisma im Auftrag von Unicredit, basierend auf Daten von Istat, listet drei Bergorte unter den 15 meistbesuchten Reisezielen im Piemont auf: Sestriere, Bardonecchia und Sauze d'Oulx. Letzterer Ort verzeichnet beeindruckende 58,6 % aller internationalen Ankünfte. Claviere führt die piemontesische Gemeinde hinsichtlich der Beherbergungsdichte mit 5,58 Unterkünften pro Quadratkilometer an. Toceno, ein kleiner Ort in Verbano-Cusio-Ossola, erzielt unter den Bergorten die höchste touristische Attraktivität mit 98,6 von 100 Punkten. Sieben Bergorte komplettieren die Top 15 dieser Rangliste: Neben Toceno erreichen auch Molare, Torresina, Moncenisio, Dernice, Gaiola und Mornese über 97 Punkte. Betrachtet man den Italy2Invest-Index von Nomisma, der den gesamten wirtschaftlichen und sozialen Kontext berücksichtigt, so zählen vier Berggemeinden zu den 15 besten Gemeinden im Piemont: Domodossola, Bardonecchia, Sauze d'Oulx und Alagna Valsesia. Auch im Nomisma Tourism Score Top 20 schneidet Sauze d'Oulx unter den Berggemeinden am besten ab, vor Sestriere, Alagna Valsesia, Claviere und Biella.
„Der Bergtourismus lockt jedes Jahr 3 Millionen Besucher ins Piemont, und das nicht nur im Winter: Im August 2024 beispielsweise gab es einen Anstieg der Besucherzahlen um fast 13 Prozent im Vergleich zu 2023“, erklärt er. Massimiliano Cipolletta, Vizepräsident von Unioncamere Piemonte Hinter diesen Zahlen stehen investierende Unternehmer, Arbeitnehmer mit sicheren Arbeitsplätzen und lebendige Gemeinschaften. Unser Engagement ist vielschichtig: Wir bieten Beratung und Informationen zur Bergwirtschaft, unterstützen Investitionen durch Ausschreibungen und Gutscheine und schaffen Synergien und Netzwerke, wie in diesem Fall, um ein Bergtourismusmodell zu entwickeln, das nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, sondern auch sozial inklusiv und ökologisch verantwortungsvoll ist.
