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BiASA, 7. September, letzter Tag im Palazzo Venezia: Die Bibliothek zieht um.

Ab heute, dem 7. September, ist die Bibliothek für Archäologie und Kunstgeschichte (BiASA) in ihrem historischen Palazzo Venezia für die Öffentlichkeit geschlossen. Die staatliche Immobilienbehörde (Agenzia del Demanio) hat die Schließung angeordnet, um die Vorbereitungsarbeiten für den Umzug in den neuen Standort, den Palazzo Sanfelice in der Via della Dataria, zu ermöglichen.

BiASA, 7. September, letzter Tag im Palazzo Venezia: Die Bibliothek zieht um.

Es ist ein administrativ notwendiger Schritt, aber kulturell alles andere als neutral. Denn die BiASA ist mehr als nur eine Fachbibliothek: Sie ist einer der Orte, an denen über Generationen hinweg die Geschichte der italienischen Archäologie und Kunstgeschichte geprägt wurde. Die 1875 gegründete Bibliothek hat im Laufe der Zeit einen reichen Schatz an Büchern, Zeitschriften, Dokumenten und ikonografischen Materialien von außergewöhnlichem Wert zusammengetragen, darunter besonders bedeutende Dokumentensammlungen wie die Sammlung des Archäologen. Rodolfo LancianiHeute gilt sie als spezialisierte öffentliche Referenzbibliothek für Archäologie und Kunstgeschichte. Daher schließt sich heute im Palazzo Venezia nicht einfach nur die Tür zu einem Lesesaal. Es ist die Tür zu einem Ort, an dem das Erbe der Bibliothek im Laufe der Zeit eine präzise historische und identitätsstiftende Dimension erlangt hat.

Die neue Saison des Palazzo Sanfelice

Der Umzug ist auch der Notwendigkeit geschuldet, die Beschränkungen der derzeitigen Räumlichkeiten zu überwinden. Palazzo Sanfelice, zur Verfügung gestellt von Präsidentschaft der RepublikZiel des Projekts ist es, BiASA an einem größeren Standort wiederzuvereinen, der den heutigen Bedürfnissen von Naturschutz und Forschung besser gerecht wird. Das Projekt umfasst etwa 6.500 Quadratmeterfast doppelt so viel Platz wie derzeit verfügbar, ungefähr 14 Kilometer Regale und ein Auditorium mit 350 Plätzen. Das Restaurierungsprojekt wurde von dem Architekten entworfen. Mario BottaEs ist daher ein Wagnis für die Zukunft: die Konzentration eines derzeit verstreuten Kulturerbes an einem einzigen Ort, die Vergrößerung des verfügbaren Raums und die Schaffung besserer Bedingungen für Forschung, Beratung und Erhaltung. Doch jede Zukunft, insbesondere wenn es um so vielschichtige Kulturinstitutionen geht, wirft auch die Frage der Erinnerung auf.

Was geschieht, wenn eine Bibliothek den Ort verlässt, an dem ihre Identität jahrzehntelang verankert war?

Die Antwort kann nicht rein architektonischer Natur sein. Eine Bibliothek besteht aus Regalen und Katalogen, aber auch aus Gewohnheiten, Begegnungen, Stille und dem Alltag. Sie ist eine Gemeinschaft von Lesern und Gelehrten, noch bevor sie eine Sammlung von Büchern darstellt. Der Palazzo Venezia verkörperte all dies über Generationen von Wissenschaftlern. Der Palazzo Sanfelice muss nun mehr werden als nur ein neuer Hauptsitz: Er muss das neue Zuhause von BiASA werden.

Eine Schließung, aber keine Unterbrechung

Während der Schließungszeit werden die Aktivitäten nicht vollständig eingestellt. Um die Kontinuität der Arbeit für Studierende und Wissenschaftler zu gewährleisten, bleibt der Reproduktions- und Lieferservice aktiv und kann bei Bedarf und im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erweitert werden. Anfragen können weiterhin an die Bibliothek gerichtet werden. [E-Mail geschützt] Der Termin für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest: Die Verwaltung hat mitgeteilt, dass Informationen veröffentlicht werden, sobald die staatliche Immobilienbehörde den Zeitpunkt der Arbeiten festgelegt hat. Der Umzug beginnt daher heute. Sein endgültiges Ende wird aber erst mit der Wiedereröffnung der BiASA erreicht sein. Dann wird sie nicht mehr die Bibliothek im Palazzo Venezia sein, sondern die BiASA im Palazzo Sanfelice. Und erst dann wird sich zeigen, ob der Umzug lediglich die Verlegung einer Bibliothek bedeutet oder die Umgestaltung einer der bedeutendsten kulturellen Infrastrukturen der italienischen Forschung. Denn eine Bibliothek transportiert bei ihrem Umzug mehr als nur ihre Bücher. Sie transportiert ihr Gedächtnis. Und mit ihm die Zukunftsvision, die eine Stadt ihr anvertraut.

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