Teilen

FIRSTonline Banner

Lufthansa erlebt an der Börse einen Höhenflug: Umsatz steigt 2024 (+6%), Gewinn sinkt jedoch (-18%). Mit Ita gute Chancen

Das deutsche Unternehmen litt insbesondere in den ersten sechs Monaten des Jahres unter Streiks und steigenden Kosten. Doch die Aussichten für 2025 sind, auch dank des Einstiegs von Ita, positiv. Dividende unverändert

Lufthansa erlebt an der Börse einen Höhenflug: Umsatz steigt 2024 (+6%), Gewinn sinkt jedoch (-18%). Mit Ita gute Chancen

Lufthansa schloss das Jahr 2024 mit über 37,5 Milliarden Euro in Einnahmen (+6%), allerdings mit einem Rückgang vonNettoergebnis (-18 %), was 1,38 Milliarden gegenüber 1,673 Milliarden Euro im Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang war auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Ermäßigung der Ticketpreise, der Anstieg von Betriebskosten (vor allem in Deutschland) die häufige Scioperi mit einem Volumen von 450 Millionen Euro, Verzögerungen in Lieferungen von Flugzeugen und der wachsende Konkurrenz von Fluggesellschaften im Nahen Osten und in Asien. Dies teilte der deutsche Airline-Riese mit, der die Unternehmen Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings/Discover, Air Dolomiti kontrolliert und seit Januar 41 Prozent an Ita Airways hält.

In den zweiten beiden Quartalen des Jahres 2024 verbesserte sich die Lage deutlich, mit einer bemerkenswerten Entwicklung im Juli und August. Tatsächlich lag die durchschnittliche Flugauslastung im Sommer bei 88 Prozent und die starke Nachfrage ließ die Einnahmen zwischen Juli und Dezember auf über 20 Milliarden Euro steigen. Dank dieser Ergebnisse rechnet Lufthansa im Jahr 2025 mit einem „deutlich verbesserten“ Ergebnis und hat das Ziel, die Flotte alle zwei Wochen um ein Flugzeug zu erweitern.

In Frankfurt die Titel Lufthansa eröffnet deutlich höher (über 4 %). Um 9:12 Uhr lag der Kurs um 6,79 Prozent im Plus bei 7,7 Euro je Aktie.

Die Zahlen der Lufthansa

Im Jahr 2024 beförderte Lufthansa 131,3 Millionen Passagiere, mit einem Anstieg von 7% gegenüber dem Vorjahr, und betrieben über 991 Tausend Flüge, wodurch eine durchschnittliche Flugzeugauslastung von 83,1 % aufrechterhalten wurde. Obwohl der Umsatz 38 Milliarden Euro (+6%) erreichte, stiegen die Betriebskosten noch stärker (+8,7%), was dieBereinigtes ebit auf 1,645 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 38,7 Prozent entspricht. DER'Eb blieb bei 1,73 Milliarden (-35,2 %) stehen.

Der Vorstand des deutschen Unternehmens wird einen Dividende von 0,30 Euro je Aktie auf der Hauptversammlung am 6. Mai 2025 und damit auf dem gleichen Betrag wie im Vorjahr.

Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche

Unter den verschiedenen Vektoren Swiss Es bestätigte sich als das profitabelste Unternehmen der Gruppe. Insgesamt erwirtschafteten die Carrier im Jahr 1,05 ein bereinigtes EBIT von 2024 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Rückgang des operativen Ergebnisses ist vor allem auf den Verlust von 948 Millionen Euro bei Lufthansa Airlines zurückzuführen. Trotzdem konnte Swiss ähnliche Ergebnisse wie im Rekordjahr 2023 (801 Millionen) erzielen. Gute Nachrichten auch von Eurowings, das ein bereinigtes EBIT von 203 Millionen Euro erwirtschaftete, und Österreicher Fluggesellschaften (+76 Mio.) e Brüssel Fluggesellschaften (+59 Millionen).

Expansion mit Ita Airways

Eine weitere gute Nachricht ist der Beitritt zur Gruppe der Ita Airways. Diese Übernahme ist Teil des Expansionsplans des Multi-Hub-, Multi-Company- und Multi-Brand-Modells mit dem Ziel, die Position der Lufthansa zu stärken und den Inlandsmarkt von Ita und ihrem Hub in Rom Fiumicino zu nutzen. Die Integration von Ita wird in 18 Monaten fertiggestellt, heißt es in einer Mitteilung. Dadurch wächst die Flotte der Gruppe auf 830 Flugzeuge und die Zahl der Mitarbeiter erhöht sich um 5.000 Einheiten.

Kommentar und Ausblick des CEO für 2025

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa, kommentiert das Ergebnis zweiphasig: „In den ersten sechs Monaten hatten wir mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses zu kämpfen, unter anderem bedingt durch Streiks, Verzögerungen bei der Auslieferung von Flugzeugen sowie operative Herausforderungen an unseren Drehkreuzen. Im Jahresverlauf kehrte sich der Trend allerdings um: In zwei aufeinanderfolgenden Quartalen erzielten wir erstmals einen Umsatz von jeweils über 10 Milliarden Euro und im vierten Quartal übertrafen wir den Vorjahresgewinn.“

Und für das laufende Jahr: „Die 2025, sar ein Jahr der Transformation für uns mit einem klaren Ziel: unsere Position als weltweit führendes Unternehmen außerhalb der USA weiter auszubauen.“ Die Sitzplatzkapazität der Passagierfluggesellschaften wird im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 Prozent wachsen, was zu einer entsprechenden Steigerung der Einnahmen führen wird. Die deutsche Fluggesellschaft fügte hinzu, dass sie erwartet, dass dieBereinigtes EBIT im Jahr 2025 wird deutlich höher im Vergleich zum Vorjahr.

Bewertung