Das letzte existierende ETR300-Modell, das legendäre „Settebello“. Auch wenn wir uns in vollem Olympia-Klima befinden, sprechen wir in diesem Fall nicht von der legendären Volleyball-Nationalmannschaft der Männer, die in Rio erneut um eine Medaille kämpft, sondern von einer Luxus-Schnellzug, eines der Symbole des Made in Italy, blieb im Dienst von den 50er bis in die 90er Jahre.
In den lombardischen Werkstätten werden unter der Aufsicht der FS Foundation die Rekultivierungs- und Reinigungsarbeiten des Zuges durchgeführt. Anschließend erstellt die FS Stiftung a komplettes Restrukturierungsprojekt des ETR300, da seine wertvolle ursprüngliche Innenausstattung durch eine Neugestaltung aus den 80er Jahren verzerrt wurde. Die Kosten für die Restaurierung, die mit Mitteln durchgeführt werden soll, die über europäische Förderausschreibungen eingeworben werden, werden auf geschätzt über 8 Millionen Euro.
Ziel: den "Settebello" (der Name leitet sich von der Sieben der Münzen der Spielkarten und von der Tatsache ab, dass er es ist) zurückzubringen bestehend aus sieben Wagen) zu neuem Glanz erweckt, um ihn als hochrangigen Touristenzug zu nutzen.
Die Reise von Übertragung vom Standort Falconara Marittima – wo der Zug jahrelang Halt gemacht hatte – fand in der Nacht vom 17. auf den 18. August statt. Der Konvoi, gezogen von der eigens aus Pistoia ankommenden Lokomotive E656.023, wurde vom technischen Personal der FS Foundation eskortiert.
Möglich wurde der komplexe Überführungsvorgang der „Settebello“ durch eine sorgfältige technische Vorbereitung der Fahrwerke, der Anhängevorrichtungen und der Bremse, Operationen, die in Zusammenarbeit mit Trenitalia durchgeführt werden und notwendig sind, um die Sicherheit der Fahrt angesichts des längeren Stillstands des Zuges zu gewährleisten.
Erbaut von Breda von Sesto San Giovanni e 1952 an die FS ausgeliefert, der damals absolut innovative Zug, schaffte locker 180 km/h. Aber neben der futuristischen Ästhetik und den technologischen Inhalten war es ein wahrer Triumph des Designs hergestellt in Italien. Unter der Leitung der berühmten Architekten Giò Ponti und Giulio Minoletti trugen die besten Fachleute der damaligen Zeit dazu bei, die Einrichtung, Verzierungen und Dekorationen der Innenräume zu schaffen. Revolutionär waren auch die Belvedere-Wohnzimmer, die den Passagieren einen frontalen Panoramablick auf die Reise ermöglichten.
