Die Inflationsschwäche hält in der Eurozone und vor allem in Italien an, wo man seit zwei Monaten von einer echten Deflation sprechen kann.
Nach den von Eurostat veröffentlichten Schätzungen belief sich der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise in der Währungsunion im September auf 0,3 % gegenüber 0,4 % im August. Der Wert, der niedrigste seit Oktober 2009, entspricht den Erwartungen der Analysten und entfernt die Inflation weiter von den Zielen der EZB, die auf einen Wert nahe, aber weniger als 2 % hindeuten.
In Italien lag der nationale Verbraucherpreisindex nach vorläufigen Schätzungen von Istat im September bei -0,1 %, der gleiche Wert wie im August, als das Land zum ersten Mal seit 1959 wieder in die Deflation zurückkehrte.
In der Berechnung wiegt der Abwärtstrend bei den Preisen für nicht regulierte Energiegüter (-2,8 %, von -1,2 % im August), teilweise ausgeglichen durch die Verringerung des Ausmaßes des Preisrückgangs bei unverarbeiteten Lebensmitteln ( -0,9 % nach -1,8 % im Vormonat), während die anderen Produktarten im Wesentlichen die Trends vom August bestätigen.
Die Kerninflation ohne unverarbeitete Nahrungsmittel und Energie bleibt stabil bei 0,5 % und fällt ohne Energie auf 0,3 %. Die für 2014 erfasste Inflation fiel von 0,3 % im August auf 0,4 %. Im Vergleich zu September 2013 sanken die Warenpreise um 0,6 % (gleicher Wert wie im Vormonat) und die Wachstumsrate der Dienstleistungspreise blieb stabil bei 0,6 %.
Die Preise von Produkten mit hoher Kauffrequenz sind sowohl auf Monats- als auch auf Jahresbasis stabil. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (Ipca) stieg dagegen auf Monatsbasis um 1,8 % und verzeichnete auf Jahresbasis einen Rückgang von 0,2 %. Das Ende des Sommerschlussverkaufs lastet schwer auf dem wirtschaftlichen Aufschwung.
