Die Nichtimplementierung des Ultrabreitbandnetzes und die Nichterreichung der Ziele der Digitalen Agenda bis 2020 könnten das Land nicht weniger als 850 Milliarden Euro kosten, mit einer Inzidenz von knapp 3 % des jährlichen BIP für die nächsten 20 Jahre. Dies lesen wir in einem Bericht der Beobachtungsstelle für die Kosten des Unterlassens unter dem Vorsitz von Professor Andrea Gilardoni von der Bocconi-Universität, die eine Abteilung eingerichtet hat, die der Überwachung der Umsetzung der italienischen Digitalen Agenda gewidmet ist.
Nach den Ergebnissen der Studie generiert der Bau des neuen BUL-Netzes einen „sozialen Nutzen“ von netto mindestens 850 Milliarden Euro, was bei einem gescheiterten oder verspäteten Bau zu einem entsprechenden Belastungspotenzial für das Land führt. In jedem Fall werden die Vorteile einer Reihe von Interventionen zu mindestens fünf Schlüsselfaktoren parallel zur Einrichtung des Netzwerks untergeordnet: Alphabetisierung, Kultur, Forschung und Entwicklung neuer Dienstleistungen, Verbraucherbudgets, Erleichterung der Gesetzgebung.
Unter den Diensten, die den größten Nutzen zu bringen scheinen, sind Cloud, E-Commerce, Telearbeit, Telepräsenz und E-Gesundheit.
Die Vorteile, die sich daraus ergeben können, sind vielfältig: Einsparungen für Verbraucher und Unternehmen, Effizienz öffentlicher Einrichtungen und nachhaltige Mobilität.
Auch der Aufbau des neuen BUL-Netzes generiert positive Nettonutzen, wenn auch in deutlich geringerem Umfang als Dienstleistungen. Diese Vorteile hängen hauptsächlich mit einer höheren Effizienz und den Auswirkungen auf die industrielle Entwicklung des Landes zusammen. Die Nettonutzen wurden auf der Grundlage der derzeit verfügbaren und in großem Umfang erprobten Technologien berechnet.
„Der Einstieg von Metroweb und F2I und Cassa Depositi e Prestiti hat ein bis vor kurzem statisches Szenario belebt, in dem die Telekom anderen Investitionsarten als dem Festnetz Priorität einräumte – sagte Gilardoni –. Jenseits der lebhaften Auseinandersetzungen ist heute die weitaus bessere Lösung die Suche nach einer Einigung, die es ermöglicht, die Schaffung des neuen Netzes auf rationale und strukturierte Weise, dh durch Optimierung der Investitionen, voranzutreiben. Diese Bemühungen müssen jedoch parallel zu einschneidenden Maßnahmen zur Entwicklung, Anwendung und Verbreitung neuer und bestehender Dienste erfolgen. Die potenziellen Vorteile der Umsetzung der Digitalen Agenda scheinen deutlich höher zu sein als die anderer Wirtschaftssektoren, die im Rahmen der Beobachtungsstelle für die Kosten des Unterlassens untersucht wurden (Energie, Logistik, Abfall, Wasser); auch der Sinn eines einschneidenden und koordinierten öffentlichen Eingreifens würde sich daraus ergeben“.
