Durchsuchungen in den Büros von Alessandro Profumo und Massimo D'Alema im Rahmen der Ermittlungen zum Verkauf von Schiffen und Flugzeugen nach Kolumbien. Der Staatsanwalt von Neapel hat die neapolitanischen Digos angewiesen, heute Morgen eine Reihe von Durchsuchungen in den römischen Häusern und Büros des ehemaligen CEO von Leonardo und des ehemaligen Premierministers durchzuführen Massimo D'Alema. Auch im Mittelpunkt der Ermittlungen Joseph Giordo, ehemaliger Direktor des Schiffssektors von Fincantieri und Gherardo Gardo, als Buchhalter von D'Alema. Neben den vieren wird auch gegen Umberto Claudio Bonavita, Francesco Amato, Emanuele Caruso und Giancarlo Mazzotta ermittelt.
Vorwurf der verschärften internationalen Korruption
Jeder wird des Verbrechens beschuldigt verschärfte internationale Korruption, da sie mit Hilfe einer organisierten kriminellen Gruppe gehandelt hätten, die in verschiedenen Staaten, darunter Italien, den USA, Kolumbien und auch in anderen, aktiv war. Der umstrittene Sachverhalt geht auf ein Datum nahe dem 27. Januar 2022 zurück.
Den Richtern zufolge arbeiteten die Verdächtigen angeblich „als Förderer der kommerziellen Wirtschaftsinitiative, Produkte italienischer Unternehmen unter öffentlicher Beteiligung an die kolumbianische Regierung zu verkaufen – Leonardo, insbesondere M 346 und Fincantieri für Korvetten, kleine U-Boote und Werftvorbereitungen - um von den kolumbianischen Behörden den Abschluss der Vereinbarungen über die Lieferungen zu erreichen, deren wirtschaftlicher Wert sich auf mehr als XNUMX % beläuft 4 Milliarden„. Die Verhandlungen scheiterten letztlich.
An den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Neapel sind außerdem „Edgardo Fierro Flores, Leiter der Arbeitsgruppe zur Darstellung von Möglichkeiten in Kolumbien, Marta Lucia Ramirez, Außenministerin und Vizepräsidentin Kolumbiens, der Deutsche Monroy Ramirez und Francisco Joya Prieto, Delegierte“ beteiligt der Kommission Kolumbianischer Senat".
Die Tatverdächtigen hätten den Ermittlern zufolge demnach gehandelt gegen Artikel 322bis des Strafgesetzbuches verstoßen, das „Unterschlagung, Erpressung, unzulässige Anstiftung zur Gewährung oder Versprechung von Vorteilen, Korruption und Anstiftung zur Korruption, Amtsmissbrauch durch Mitglieder internationaler Gerichte oder Organe der Europäischen Gemeinschaft oder internationaler parlamentarischer Versammlungen oder internationaler Organisationen sowie Beamte europäischer Gemeinschaften und anderer Länder“ bestraft.
In der im Durchsuchungsbefehl enthaltenen Rekonstruktion der Staatsanwaltschaft Francesco Amato und Emanuele Caruso wäre „durch Giancarlo Mazzotta als Berater für internationale Zusammenarbeit des kolumbianischen Außenministeriums tätig gewesen und habe es geschafft, Kontakt zu ihnen aufzunehmen.“ Massimo D'Alema der aufgrund seiner im Laufe der Zeit abgedeckten Positionen von internationaler Bedeutung als informeller Vermittler in den Beziehungen mit dem Top-Management italienischer Unternehmen fungierte, nämlich Alessandro Profumo als CEO von Leonardo und Giuseppe Giordo als General Manager der Marineschiffsparte von Fincantieri. Ziel dieser Operation war es, die kolumbianischen Behörden zum Abschluss zu bewegen Verträge mit einem Gesamtwert von über 4 Milliarden von Euro. Um dies zu erreichen, boten und versprachen sie anderen Menschen das illegale Gegenleistung von 40 Millionen Euro entsprechend 50 % der Gesamtprovision von 80 Millionen Euro“.
Die 80 Millionen hätten unter Rückgriff auf die amerikanische Schwesterkanzlei Robert Allen Law zwischen „der kolumbianischen Seite“ und der „italienischen Seite“ aufgeteilt werden sollen.
