Kuratiert von der Art for Action Foundationn, die Installation „Dream in Transit“ an der Fassade der Procuratie in Venedig, besteht aus 100 fotografische Porträts von Flüchtlingen Großformat, schwarz-weiß. Alle Personen sind von hinten porträtiert und haben somit dieselbe Perspektive wie die Zuschauer, die sie vom Platz aus betrachten. Das Werk wurde von Amandine Lepoutre, Präsidentin von Art for Action, Gabriele Galateri di Genola, Präsident der Human Safety Net Foundation, und Emma Ursich, CEO von The Human Safety Net, im Beisein der auf den Bildern abgebildeten NGOs und Flüchtlinge präsentiert. „The Human Safety Net, die Bewegung von Menschen, die Menschen helfen, ist stolz, zusammen mit Art for Action die Installation ‚Dreams in Transit‘ an der Fassade der Procuratie am Markusplatz in Venedig zu präsentieren. Durch die kraftvolle Sprache der Kunst laden wir zum Nachdenken über Themen wie Identität, Zugehörigkeit und den universellen Wunsch nach Inklusion ein. The Human Safety Net befasst sich mit der Frage, was nach der Migration passiert, denn durch Integration und Arbeit kann etwas verändert werden, indem konkrete und skalierbare Gelegenheiten und Lösungen gefunden werden, um Menschen neue Möglichkeiten zu bieten.“
Das menschliche Sicherheitsnetz und Kunst zum Handeln
Die Zusammenarbeit entspringt der gemeinsamen Vision, die Schwächsten zu unterstützen. Konkreter Ausgangspunkt für „Dreams in Transit“ ist das von The Human Safety Net geförderte Programm „For Refugees“, das die Integration von Flüchtlingen durch Unternehmertum und Berufsausbildung fördert. Seit seinem Start im Jahr 2017 hat das Programm über 13.000 Menschen in sechs Ländern erreicht, die Gründung von mehr als 6 Start-ups unterstützt und dank der Zusammenarbeit mit 650 Nichtregierungsorganisationen über 1.500 Arbeitsplätze geschaffen. Die Installation untergräbt die traditionelle Frontalität der Porträtfotografie und vermittelt dem Betrachter unweigerlich das Gefühl, Teil dieses großen fotografischen Tableaus zu sein, das aus dem Wunsch entstanden ist, den oft Unsichtbaren ihre Sichtbarkeit zurückzugeben. Es ist eine ideale gemeinsame Reise, ein Weg, der alle im gemeinsamen Traum von Inklusion und sozialer Integration vereint.
Dreams in Transit und die Architekturbiennale
Dreams in Transit ist ein umfassenderes Projekt, das neben der Installation auch die Gruppenausstellung umfasst, die am 8. Mai während der 19. Internationalen Architekturausstellung – La Biennale di Venezia 2025 – in der Casa di The Human Safety Net in den Procuratie eröffnet wurde und bis zum 15. März 2026 zu sehen ist. Die künstlerische Intervention an der Fassade und die im Inneren der Casa di The Human Safety Net ausgestellten Werke schaffen so eine vielschichtige Erzählung, die den Träumen, Geschichten und Gedanken von Migranten und Flüchtlingen durch die Werke von Ange Leccia, Lorraine de Sagazan, Anouk Maugein, Leila Alaoui und Sarah Makharine eine Stimme verleiht. Letztere präsentiert Echos of Dreams, ein Klangwerk, das es den Besuchern ermöglicht, die Stimmen und Hoffnungen einiger der auf der Fassade porträtierten Personen zu hören. „Dreams in Transit“ ist Ausdruck des Wunsches, eine tiefgründige Reflexion über die komplexe menschliche Erfahrung der Migration und die Themen Identität, Vertreibung und Zugehörigkeit anzustoßen. Der Fokus liegt dabei auf der Fragilität des Augenblicks zwischen Aufbruch und dem Versprechen einer neuen Zukunft. Das Projekt widmet sich dem Leben nach der Migration und lädt das Publikum dazu ein, darüber nachzudenken, wie Migration Identität neu definiert, neue Formen der Gemeinschaft hervorbringt und Brücken zwischen sichtbaren und unsichtbaren Welten baut.
