Heute sind alle Augen auf das Treffen des Premierministers im Palazzo Chigi gerichtet Giorgia Meloni und die Einsprüche (Iv ausgenommen) auf salario minimo aber die Ankündigung von gestern Abend Wirtschaftsministerium über Tims Zukunft dürfte das Ereignis überschatten. Warum, nach monatelangen Verhandlungen, das Finanzministerium (jetzt Mef) und der amerikanische Fonds KKR haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das ein verbindliches Kaufangebot vorsieht Netto (das Unternehmen von Tim (zu dem das Netzwerk und Sparkle gehören) durch den amerikanischen Private-Equity-Fonds, der 67 % erwerben wird, der aber auch vorsieht, dass das Finanzministerium mit einem Anteil von 20 % bei Netco einsteigt. Es ist ein Wendepunkt im Hinblick auf die Privatisierung von Telecom Italia (so hieß Tim damals) durch Carlo Azeglio Ciampi im Jahr 1997 und wurde dann durch das von der Regierung abgesegnete Schuldenangebot verraten D'Alema und es ist vor allem eine Rückkehr des Staatsmeisters in die Telekommunikation.
Um sich eine entscheidende Beteiligung an Netco zu sichern, wird das Finanzministerium 2,6 % Milliarden ausgeben, aber aller Wahrscheinlichkeit nach über die Sperrminorität verfügen und zusammen mit CDP und dem italienischen Fonds F30i einen Anteil von mehr als 2 % erreichen. Auf diese Weise liegen alle strategischen Entscheidungen in italienischen Händen, während Tims Verbleib in der Hauptstadt von Netco noch nicht festgelegt ist. Und vor allem wird man heute die Reaktion der Börse sehen können, die gestern enthusiastisch war und zunächst einen aggressiven Anstieg markierte, der sich dann aber im Finale bei 2,75 % einpendelte.
Der Beitritt zu Tim bestätigt die souveräne und interventionistische Absicht der Meloni-Regierung, die, nachdem sie in den ersten Monaten in die Fußstapfen von Mario Draghi getreten war, mit der ruinösen Zusatzsteuer auf Banken, die den Ruf Italiens auf den internationalen Märkten beeinträchtigte, ihre populistischen Ursprünge wiederentdeckte. Wir werden nun sehen, ob die Operation Tim eine stabile Struktur geben und wirklich den Ballast der Schulden beseitigen kann, der ihm durch das unglückliche Übernahmeangebot von 1999 auferlegt wurde.
