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Suez: Die Katastrophe wird nicht mit der Freigabe des Kanals enden

Die Zeiten für die Wiedereröffnung des Kanals werden länger und im Roten Meer liegen mittlerweile mehr als 300 Schiffe an – doch um zur Normalität zurückzukehren, wird es nicht reichen, das gestrandete Schiff zu bergen

Suez: Die Katastrophe wird nicht mit der Freigabe des Kanals enden

Die Lage im Suez-Passage es ist ernster als erwartet. Nach dem Vorfall, bei dem ein 400 Meter langes Containerschiff in Längsrichtung auf Grund lief und die Passage für andere Schiffe sperrte, hieß es, dass es fünf Tage dauern würde, bis die Situation gelöst sei. Wir wissen jetzt, dass die anfängliche Schätzung zu optimistisch war: die Operationen Um die Ever Given, den Riesen unter panamaischer Flagge, vom Meeresboden zu befreien, werden sie es brauchen länger als erwartet. „Im Moment können wir keine Prognosen abgeben“, teilten die ägyptischen Behörden am Samstagabend mit. Am Werk ist auch eine Firma, die bei der Bergung des Wracks der Costa Concordia nahe der Insel Giglio mitgewirkt hatte.

Diesmal ist der Fall jedoch komplexer und die wirtschaftlichen Folgen unmöglich zu berechnen. Selbst wenn der Kanal wieder geöffnet wird, wird es in der Tat lange dauern, bis die sich weiter häufenden Lieferverzögerungen behoben sind und sich die Dynamik des Welthandels, die durch die Pandemie bereits auf die Probe gestellt wurde, wieder normalisiert. Es besteht auch die Gefahr, dass übermäßiger Gegenverkehr verursacht wird der Zusammenbruch der Anlaufhäfen. Im Moment sind sie zwischen Frachtschiffen und Supertankern mehr als 300 Schiffe im Roten Meer gestrandet, in jenen 190 Kilometern Wasser, wo jedes Jahr 30 % der Container der Welt passieren (die unter anderem 60 % chinesische Waren für Europa, 80 Milliarden Produkte von und nach Italien und 16 % des deutschen Bedarfs enthalten chemische Giganten). Nach Schätzungen der Agentur Bloomberg ist der Wert des am Suezkanal blockierten Seeverkehrs wert 9,6 Milliarden Dollar pro Tag.

Besitzer, die nicht anstehen wollen, werden dazu gezwungen Afrika umrunden, eine Route, die mindestens sieben weitere Tage Navigation erfordert und die Besatzungen Angriffen von Piraten aussetzt. Ganz zu schweigen vom Kostenproblem: Um das Kap der Guten Hoffnung zu durchqueren, braucht man 800 Tonnen mehr Treibstoff, was die Reisekosten um rund 400 Euro in die Höhe treibt. Andererseits kostet jeder Tag Verspätung bei der Warenlieferung zwischen 15 und 30 Euro Strafe.

Dabei werden sie auch immer schlimmer die indirekten Folgen des Suez-Unglücks auf die Weltwirtschaft: Der Ölpreis ist um 5 % gestiegen, die Raten für Charterschiffe sind innerhalb einer Woche zwischen 30 und 70 % in die Höhe geschossen und die Preise für Container, die bereits jetzt nicht mehr erhältlich sind, weil sie in der Nähe blockiert sind Welt seit Covid haben sie sich auf einigen Strecken vervierfacht.

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