Teilen

FIRSTonline Banner

Gegen Miuccia Prada und ihren Ehemann wird wegen Steuerhinterziehung ermittelt

Die beiden Besitzer von Prada, Miuccia und ihr Mann Patrizio Bertelli, im Fadenkreuz wegen "unterlassener oder untreuer Steuererklärung". Das Modehaus hat mitgeteilt, dass sich die Ermittlungen auf das Paar als Einzelpersonen beziehen, während weder die Zentrale noch die Tochtergesellschaften - wie die Häuser Miu Miu, Car Shoe und Church - beteiligt sind. Die Ankündigung aus Hongkong

Gegen Miuccia Prada und ihren Ehemann wird wegen Steuerhinterziehung ermittelt

Die Eheleute Miuccia Prada und Patrizio Bertelli, Eigentümer der berühmten Marke Prada, werden von den italienischen Behörden auf die Richtigkeit einiger vergangener Steuererklärungen überprüft, ebenso ihr Buchhalter Marco Salomoni. Die Ermittlungen begannen bereits im Januar, doch das Ehepaar bestritt damals, über die Ermittlungen gegen sie informiert worden zu sein. Die angefochtenen Klagen betreffen die „unterlassene oder untreue Steuererklärung“ und beziehen sich auf vergangene Ereignisse. Die Untersuchung basiert auf einem Streit der Revenue Agency wegen einer angeblichen Ausgliederung der Prada-Holding mit Sitz in Amsterdam. Über 10 Jahre Budgetierung soll Prada laut Staatsanwaltschaft italienische Steuern in Höhe von insgesamt 470 Millionen Euro hinterzogen haben.

 Die Ermittlungen richten sich ausschließlich gegen die beiden Protagonisten der italienischen Mode als Einzelpersonen, während das Unternehmen nicht in das Interesse der Steuerbehörden falle, heißt es in einer in Hongkong veröffentlichten Unternehmenserklärung, wo das Unternehmen notiert ist. Selbst die von der Marke Prada erfassten Unternehmen – Miu Miu, Car Shoe und Church – hätten nichts mit den italienischen Ermittlungen zu tun, hieß es in der Erklärung. 

Die Nachricht wurde von der Financial Times erwartet, die daran erinnert, wie kürzlich – im Dezember 2013 – Prada die freiwillige Vereinbarung zu einer Amnestie unterzeichnete, um die Rückkehr des nach Luxemburg, in die Schweiz und in die Niederlande verlegten Kapitals nach Italien zu ermöglichen. 400 Millionen zahlte das Maison damals an die italienischen Behörden.

Im Januar schaltete sich der Untersuchungsleiter der Finanzbehörde, Salvatore Lampone, in die Angelegenheit ein und erklärte, dass angesichts der früheren freiwilligen Zahlungen des Ehepaars keine weiteren Ermittlungen hätten stattfinden dürfen. Tatsächlich lesen wir in einer Mitteilung desselben Modehauses vom Dezember 2013, dass Bertelli und seine Frau eine Vergleichsvereinbarung mit den Steuerbehörden unterzeichnet haben, „die den Forderungen der italienischen Steuerbehörden, wie angegeben, voll und ganz entsprochen hat und von der Behörde selbst bestätigt“.

Bewertung