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Kodak, das Märchen währt nicht lange: unter Anklage, Kredit in Gefahr

Vor ein paar Tagen hatte Kodak eine weitere Wiedergeburt gefeiert und einen Höchstkredit der Regierung angekündigt, um sich in ein Pharmaunternehmen umzuwandeln. Doch nun wird ihr sowohl Insiderhandel als auch Lobbyismus vorgeworfen und das Weiße Haus hat den Deal ausgesetzt. Die Aktie stürzt an der Börse ab.

Kodak, das Märchen währt nicht lange: unter Anklage, Kredit in Gefahr

Kodak, vom Märchen zum Albtraum. Direkt in den Kolumnen von FIRSTonline hatten wir es erzählt noch eine Auferstehung des US-Unternehmens, das allen für seine Kameras bekannt ist und dank eines mit der Regierung von Washington vereinbarten Maximalkredits von 765 Millionen kurz davor steht, sich in einen Hersteller von Medikamenten (insbesondere des Anti-Covid-Hydroxychloroquins) umzuwandeln. Stattdessen war innerhalb weniger Tage alles wieder in Frage gestellt.

„Einer der größten Deals in der amerikanischen Pharmageschichte“, wie Präsident Donald Trump es nannte, wurde vor zwei Tagen ausgesetzt. Der Kredit ist daher gesperrt, und zwar aus zwei Gründen: Nach einer ersten Untersuchung durch die SEC, die Aufsichtsbehörde der Wall Street Stock Exchange, für den Insiderhandel (Das Unternehmen verteilte angeblich Aktienoptionen an einige Führungskräfte kurz vor der Ankündigung und dem anschließenden Exploit an der Börse, wodurch die Aktie innerhalb von zwei Tagen um 1.600 % stieg.) Eine weitere wurde hinzugefügt. für Lobbyarbeit.

Tatsächlich wird Kodak vorgeworfen, übermäßigen Druck auf den Kongress ausgeübt zu haben, um den Maximalkredit zu erhalten: Zwischen April und Juni sollen die Lobbyisten des Unternehmens die monströse Summe von 870.000 Dollar investiert haben, um politische Entscheidungen zu beeinflussen. Dies berichtete die staatliche Aufsichtsbehörde Citizens for Responsibility and Ethics, die auf Twitter schrieb: „Wir haben eine Vereinbarung mit Eastman Kodak unterzeichnet, doch die jüngsten Vorwürfe von Fehlverhalten geben Anlass zu ernster Sorge. Wir werden nicht weiter vorgehen, solange diese Vorwürfe nicht geklärt sind.“

Am Ende wurden sie angeklagt insbesondere drei Führungskräfte, darunter CFO David Bullwinkle: Zusammen mit zwei Kollegen hätte er zu viel Druck auf das Verteidigungsministerium, die Food & Drug Administration und das Weiße Haus selbst ausgeübt. Das Ergebnis ist, dass Kodak bekam, was es wollte, und dass die Ankündigung einer weiteren Wiedergeburt die Märkte buchstäblich in den Wahnsinn getrieben hatte: In nur 24 Stunden stieg die Marktkapitalisierung von 92 Millionen auf 1,5 Milliarden Dollar. Doch bevor die Untersuchung durch die SEC, ausgelöst durch eine konkrete Anfrage der ehemaligen Kandidatin für das Weiße Haus, der Demokratin Elizabeth Warren, alles in Frage stellte.

Mit unvermeidlichen Folgen auch für die Börse: Nachdem am Donnerstag, 17. August, der Höchststand von 6 Dollar pro Aktie erreicht wurde, der Wert hat sich fast halbiert, stürzte unter 9 US-Dollar pro Aktie.

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