Seine Ursprünge liegen im Dunkel der Geschichte. Sushi war einst ein einfaches Gericht für die ärmsten Bauern des Römischen Reiches, wo Reis ursprünglich nur zum Konservieren von ausgenommenem und gesalzenem Fisch verwendet wurde. Durch die Fermentation entstand ein saures Milieu, in dem Bakterien nicht wachsen konnten, und der Fisch ließ sich monatelang haltbar machen, transportieren und lagern. War der Fisch jedoch verzehrfertig, wurde der Reis weggeworfen. Dann entdeckte man, dass man den fermentierten Reis nicht wegwerfen, sondern verwenden konnte. Anstatt ihn zu fermentieren, kochte man ihn einfach mit etwas Essig und konnte ihn so zum Fisch essen oder in unzähligen Variationen mit rohem Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse und manchmal auch Obst kombinieren. Mit der Zeit entwickelte sich Sushi zu einem wahren globalen kulinarischen Trend, der sich heute, zwei Jahrtausende nach seiner Entstehung, nahtlos von Streetfood bis hin zu Sternerestaurants verbreitet.
Sein Geheimnis? Die Frische der Zutaten, die ansprechende Präsentation der Gerichte und die Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten – ein Symbol für gesunde und trendige Küche, ganz im Sinne des wachsenden Gesundheitsbewusstseins und einer ausgewogenen Ernährung. Dies hat zweifellos zu seiner weltweiten Verbreitung beigetragen: Sushi gilt als leichte und nahrhafte Option, reich an Omega-3-Fettsäuren und fettarm. Weißer Reis liefert energiereiche Kohlenhydrate, Fisch Proteine und „gute“ Omega-3-Fettsäuren (Lachs und Makrele sind besonders reich an EPA und DHA), Nori-Algen liefern Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium, Jod und Eisen sowie Vitamine wie AC und E. Auch Gemüse wie Karotten und Gurken, selbst wenn sie in Sushi nur in geringen Mengen enthalten sind, tragen zu einem komplexen Komplex an Vitaminen und Mineralstoffen bei.
Sushi ist in Italien mittlerweile weit verbreitet. Die Begeisterung der Italiener für die japanische Kochtradition ist im ganzen Land spürbar: Omakase-Restaurants boomen, elegante Gourmetrestaurants erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, Izakayas erleben einen regelrechten Boom, und auch das Interesse an Sake und japanischer Cocktailkunst wächst stetig. Der Sushi-Guide 2026 von Gambero Rosso ist daher eine wertvolle Informationsquelle und bietet einen Überblick über die italienische Sushi-Szene. Er bewertet 230 Restaurants – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die besten Lokale werden mit „Tre Chopette“ (Drei Essstäbchen) ausgezeichnet. Insgesamt gibt es 42 Restaurants im Guide, was ebenfalls eine deutliche Steigerung gegenüber der letztjährigen Ausgabe darstellt.
Es gibt vier Sonderpreise: Die neueste Auszeichnung in diesem Jahr geht an das Ruri Kaiseki im eleganten Viertel Chiaia in Neapel, im Vicolo Santa Maria Cappella Vecchia, wo jeden Abend zwölf Gäste an einer langen, handgefertigten Theke aus Eichenholz Platz nehmen und an einem wahren Ritual teilnehmen.
Die Sake-Auszeichnungen gehen an Iyo Omakase in Mailand und Enosake in Rom. Die Auszeichnung für die beste Weinkarte erhielt das Restaurant Uni in Cervia, während die Sentaku Izakaya in Bologna für ihre hervorragende Auswahl an Cocktails geehrt wurde. Neu in dieser Ausgabe ist der Anhang, der nicht nur die besten Imbissbuden, sondern auch Spezialitätenläden und Izakayas vorstellt – für alle, die ein authentisches und ungezwungenes Erlebnis ohne Qualitätseinbußen suchen.
„Die japanische Küche in Italien hat ein Niveau erreicht, das vor wenigen Jahren noch undenkbar war. In den im Guide vorgestellten Restaurants findet sich die Komplexität der Kochmethoden, Zutaten und Traditionen wieder, die die japanische Küche so unglaublich faszinierend macht. Und heute beobachten wir immer interessantere Verschmelzungen, sowohl geschmacklich als auch in Bezug auf Restaurantkonzepte“, kommentiert Lorenzo Ruggeri, Chefredakteur von Gambero Rosso.
Die Sonderpreise
Neues Kenji Mundi Riso: Ruri Kaiseki (Neapel)
Sake-Aktion – JFC Italien: IYO Omakase (Mailand) und Enosake (Rom)
Beste Weinkarte – Spinelli: Uni Restaurant (Cervia)
Bester Cocktail: Sentaku Izakaya (Bologna)
Die drei Stäbe
Im Vergleich zur vorherigen Ausgabe hat sich die Zahl der Betriebe, die mit der Tre Bacchetta, der höchsten Auszeichnung für Qualität und Service, geehrt wurden, auf 42 erhöht. Mailand bleibt an der Spitze der Rangliste (12 Auszeichnungen, davon 4 neue Einträge), gefolgt von Rom (6 Auszeichnungen, davon 2 neue Einträge) und Turin (3 Auszeichnungen, davon 1 neuer Eintrag).
PIEDMONT
LE PETIT RESTAURANT JAPONAIS AVIGLIANA [TO]
KENSHO TURIN
MIYABI TURIN
WASABI TURIN
LOMBARDY
AZABU10 MAILAND
HATSUNE ZUSHI BEI RONIN MAILAND
ICHIKAWA MAILAND
IYO KAISEKI MAILAND
IYO OMAKASE MILANO
IYO RESTAURANT MILAN
NOBU MILANO
NOBUYA MILANO
OSAKA MAILAND
SHIRO POPOROYA MILAN
WICKYS INNOVATIVE
Japanische Küche Mailand
YOSHINOBU MAILAND
FRIAUL VENEZIA GIULIA
YAMANEKO UDINE
Emilia Romagna
SETA SUSHI RESTAURANT BOLOGNA
YUZUYA BOLOGNA
UNI RESTAURANT KERVIA [RA]
TOSKANA
AMBAR FLORENCE
MOI OMAKASE PRATO
MARCHE
TETSU ASCOLI PICENO
ABRUZZEN
OISHI JAPANISCHE KÜCHE TERAMO
CAMPANIA
JAPIT BENEVENTO
OTORO 81 NEAPEL
RURI KAISEKI NEAPEL
URUBAMBA NEAPEL
VERO
OMAKASE ROOFTOP NOLA [NA]
PUGLIA
FUGU RESTAURANT LECCE
FUSION RESTAURANT LECCE
YUKI JAPANISCHE KÜCHE WALNÜSSE [BA]
UMBRIA
DIE VIZ PERUGIA
IM HOTEL QUATTROTORRI PERUGIA
LAZIO
HASEKUR ROM
KIKO SUSHI BAR ROM
KOHAKU ROM
MOON ASIAN BAR
DES HOTELS VALADIER ROM
Nomisan Rom
Sushisen Rom
PUGLIA
FRANK SUSHI CLUB
TERLIZZI [BA]
SIZILIEN
HIO SUSHILAB PALERMO
SARDINIEN
MIZUNA JAPANISCHES RESTAURANT OLBIA [SS]
