Die Zukunft von Gibson, dem historischen US-Hersteller von Gitarren und anderen Musikinstrumenten, steht auf dem Spiel. Laut der Finanzanalyse der Zeitung Nashville Post ist das Bild wirklich besorgniserregend: Zu viele Schulden müssen zurückgezahlt und Verpflichtungen beglichen werden.
Obwohl Gibson Jahreseinnahmen von über 375 Milliarde US-Dollar hat, sah es sich mit fälligen Verpflichtungen von über 145 Millionen US-Dollar konfrontiert. Nach Ansicht vieler Analysten ist ein Teil der Schwierigkeiten auf die zahlreichen Investitionen und Übernahmen zurückzuführen, die Gibson in anderen Sektoren als Musikinstrumenten getätigt hat (z. B. Pioneer und Philips Audio). Die Schuldenlage ist alles andere als rosig: Es bestehen Kredite bei Kreditinstituten über 23 Millionen Dollar, die fällig werden, wenn sie nicht bis zum XNUMX. Juli refinanziert werden. Regisseur Bill Lawrence hat sich entschieden, seine Position nach nur einem Jahr aufzugeben, was die Brisanz der Situation demonstriert.
Dies ist jedoch kein Blitz aus heiterem Himmel. Anfang 2017 erhielt Gibson einen Notfallkredit in Höhe von 130 Millionen Dollar, eine Operation, die den Anlegern Sorgen bereitet. 2016 hatte Moody's die Aktie des Unternehmens auf die Kategorie CAA2 herabgestuft, also "schlechte Qualität und hohes Investitionsrisiko". Gibson kündigte daraufhin einen Personalabbau von 60 % bei Gibson Innovation an.
Das Unternehmen, das Größen wie Elvis, John Lennon, Jimi Hendrix, Eric Clapton und Santana zum Spielen brachte, droht trotz seiner weltweiten Popularität zu verschwinden. Die legendäre „Les Paul“ hat sich im Laufe der Jahre zur E-Gitarre schlechthin entwickelt.
"Wir monetarisieren derzeit leistungsschwache Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien und Geschäftssegmente", sagte Henry Juszkiewicz, Chief Executive Officer von Gibson. "Mit dieser Operation werden wir in der Lage sein, die Verschuldung zu reduzieren und Mittel zu generieren, die stattdessen den funktionierenden Geschäftssegmenten zugewiesen werden können." Laut dem CEO wird sich das Unternehmen erholen und weiter wachsen. Der Rückgang der Gitarrenverkäufe ist jedoch eine Tatsache: In den letzten zehn Jahren sind in den Vereinigten Staaten Gitarren von eineinhalb Millionen auf nur noch eine Million verkaufter Gitarren pro Jahr gestiegen.
Das 1902 gegründete Unternehmen aus Michigan repräsentiert ein grundlegendes Stück in der Geschichte der Weltrockmusik. Alle größten Bands aller Zeiten haben Gibson-Gitarren auf ihre Tourneen mitgenommen, von den Sex Pistols bis Led Zeppelin, von Guns N' Roses bis The Who.
Für Gibson gibt es nun drei Alternativen: einen Teil des Kapitals verkaufen, indem Investoren bereit sind, das Unternehmen fortzuführen, die Schulden neu zu verhandeln oder im schlimmsten Fall ein Insolvenzverfahren zu eröffnen.
