Die Krise hat die Produktionsstruktur unseres Landes verändert und ist in einen seit über zehn Jahren andauernden Veränderungsprozess eingetreten. Zwischen 2000 und 2012, Die Aktivität in der Industrie ging um ein Fünftel zurück. Im Bereich Elektrogeräte gingen 47 Prozentpunkte der Produktion verloren, 40 bei Elektronik, 35 bei Textilien und Transportmitteln.
Diese Trends stellen aufgrund ihrer Breite eine italienische Besonderheit dar. In Deutschland hat sich die Industrietätigkeit in zehn Jahren um fast 20 Prozentpunkte erhöht, die Produktion von Elektrogeräten um ein Fünftel, die von Transportmitteln um mehr als ein Drittel und die von Elektronikprodukten fast verdoppelt.
Hinter den in unserem Land erlebten Trends stehen verschiedene Geschichten. In einigen Fällen sind die geringeren produzierten Mengen das Ergebnis einer Reorganisation des Produktionssystems mit einer Verlagerung eines Teils der gesamten Wertschöpfung ins Ausland. In anderen Fällen scheinen die kleineren Volumina das Ergebnis einer komplexeren und radikaleren Aufgabe einiger Produktionen zu sein.
Die Neuordnung des Industriesystems in unserem Land wurde von einer größeren Exportneigung begleitet. Zwischen 2000 und 2012 waren italienische Unternehmen mit einer erheblichen Stagnation des Inlandsumsatzes konfrontiert profitieren von einer Steigerung von ca. 40 % gegenüber dem Ausland.
Fünf Jahre Krise geben uns also ein tiefgreifend verändertes Industriesystem zurück. Kleiner, eingefügt in ein Ländersystem, das weiter an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat. Mit einer höheren Exportneigung, eine zwangsläufige Folge der Schwäche der Binnennachfrage. Mit einer anderen Branchenstruktur: weniger Transportmittel, Textilprodukte, Elektrogeräte und Elektronikprodukte, dafür mehr Lebensmittel, pharmazeutische Produkte und Maschinen.
Anhänge: Fokus-Nr. 06. – 18. Februar 2013.pdf
