Die Zahl der in italienischen Unternehmen beschäftigten Frauen steigt weiter, aber leider ändert sich die Musik, wenn man sich Führungsrollen ansieht. Die Analyse derBeobachtungsstelle für Unternehmertum von Unioncamere-InfoCamere.
Ende September waren über 2,5 Millionen Stellen von Frauen besetzt, 0,34 % mehr als im Vorjahr, auch wenn in den sogenannten „Knopfstuben“ das weibliche Geschlecht vertreten ist nur 25 % der heute fast 3 Unternehmensadministratoren.
„Es gibt 32 Vorstandsvorsitzende, die von Frauen besetzt sind, im Vergleich zu insgesamt über 185 – berechnet die Informationsstelle –. Weibliche Präsidenten machen 17,36 % der Gesamtzahl aus, was einem Anstieg von über 7 Prozentpunkten gegenüber September 2017 entspricht. Vizepräsidenten hingegen bekleiden fast 17 Positionen (ein Viertel der insgesamt 67), was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht um 8,7 Prozentpunkte“, so die Analyse weiter.
Unter den Direktoren oder GeschäftsführerDarüber hinaus gibt es rund 5 weibliche Stellen (gegenüber insgesamt 22), 36 weibliche Administratoren (22,6 % der bestehenden 160), fast 600 (14 %) weibliche Direktoren gegenüber insgesamt 4 Stellen.
In absoluten Zahlen ist die höchste Anzahl von Frauen unter den Direktoren zu finden: 213 sind in den Vorständen italienischer Unternehmen vertreten, knapp 25 % der Gesamtzahl.
Aus territorialer Sicht sind mehr als ein Viertel der 8 mehr von Frauen geführten Unternehmen, die im Vergleich zu September 2017 registriert wurden, auf Frauen aus Latium zurückzuführen (+2.206, mit einer prozentualen Veränderung von +1,5 %). Aber auch in Kampanien (+1.837, +1,4%), in Sizilien (1.454, +1,3%) und in der Lombardei (+1.319, +0,7%) war ein starker Anstieg zu verzeichnen.
Andererseits sind bei einer sektoralen Analyse der Tourismus (+2.291 Unternehmen) und sonstige Dienstleistungen (+2.156) die Sektoren mit dem größten Wachstum. Hohe Schwankungen betreffen jedoch das Gesundheitswesen (+4,3 %), freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten (+4 %), Bildung (+3,5 %) und Vermietung, Reisebüros und unterstützende Dienstleistungen für Unternehmen (+3,1 %).
