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Venedig, im SMAC am Markusplatz „MIGRATING MODERNISM. Die Architektur“ von Harry Seidler

Das SMAC San Marco Art Centre und das Chau Chak Wing Museum (CCWM) der Universität Sydney präsentieren „Migrating Modernism“. Die Architektur von Harry Seidler. Eine umfassende Retrospektive des Lebens und Werks des in Österreich geborenen australischen Architekten Harry Seidler (Wien 1923 – Sydney 2006)

Venedig, im SMAC am Markusplatz „MIGRATING MODERNISM. Die Architektur“ von Harry Seidler

Migration der Moderne. Die Architektur von Harry Seidler wird kuratiert von Ann Stephen von CCWM und Paolo Stracchi von der School of Architecture, Design and Planning an der University of Sydney, mit Beratung durch Nikolaus Hirsch. Die Ausstellung wird sowohl die einzelnen Projekte als auch die Seidlers Zusammenarbeit mit Architekten und Künstlern. Dazu gehören Josef Albers, Alexander Calder, Helen Frankenthaler, Frank Stella, Lin Utzon und Sol LeWitt. Seidler arbeitete auch mit dem berühmten italienischen Bauingenieur Pier Luigi Nervi zusammen.

Seidler, einer der einflussreichsten modernen Architekten, war für die Gestaltung zahlreicher bahnbrechender Gebäude in Australien sowie für Gebäude in Mexiko, Paris, Hongkong und später in seiner Karriere auch in seiner Heimatstadt Wien verantwortlich.

Die Zeit als Deportierter

Harry Seidler floh im Alter von 15 Jahren aus dem nationalsozialistischen Wien und suchte Zuflucht in England, bevor er als feindlicher Ausländer interniert und anschließend in andere Internierungslager in Kanada deportiert wurde, wo er später sein Architekturstudium abschloss und nach seiner Freilassung den Titel eines Architekten annahm. Anschließend zog Seidler in die Vereinigten Staaten, wo er bei einer Reihe namhafter Meister wie Walter Gropius, Josef Albers und Marcel Breuer studierte und arbeitete und in Brasilien mit Oscar Niemeyer zusammenarbeitete, bevor er im Alter von 24 Jahren nach Sydney zog. Ein Jahrzehnt später lernte er Penelope kennen, die seine Frau, Lebensgefährtin und Berufspartnerin wurde. Vereint durch eine tiefe Leidenschaft für Architektur und Kunst, schufen sie ein Leben, das durch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Alexander Calder, Josef Albers, Helen Frankenthaler, Frank Stella, Lin Utzon und Sol LeWitt bereichert wurde. Seidler arbeitete auch mit dem berühmten italienischen Bauingenieur Pier Luigi Nervi zusammen. Nach seinem Studium in Amerika kam Seidler 1948 nach Sydney, um ein Haus für seine Eltern zu entwerfen, das Rose Seidler House, und im folgenden Jahr 1949 gründete er sein eigenes Büro. In Australien etablierte er sich als eine der wichtigsten Figuren der modernen Bewegung, wobei sein Werk von radikalen Einzelhäusern bis hin zu monumentalen Türmen reichte.

Architektur
Architekt Harry Seidler, Sydney, Australien 1973. Foto Max Dupain © Penelope Seidler

Der modernistische Traum von der Integration von Kunst und Architektur

Seidler gilt als eine der einflussreichsten Stimmen der modernen Bewegung in Australien und schuf ein Erbe, das Einfamilienhäuser, originelle Türme, öffentliche Gebäude und Sozialwohnungsprogramme umfasst. Diese wurden in so unterschiedlichen Städten wie Sydney, Acapulco, Paris, Hongkong und seiner Heimatstadt Wien hergestellt. Seidlers Leben und Werk zeichnen die Zeitspanne der Moderne als persönliche Reise und globale Erzählung nach und lädt zum Nachdenken über Architektur als vielschichtigen Ausdruck der Gesellschaft und als Medium ein, durch das Ideen über Kontinente und Zeiten hinweg wandern. Die Ausstellung wurde anlässlich der Eröffnung des SMAC San Marco Art Centre eröffnet, einem neuen Kunstzentrum im Herzen Venedigs, das sich in den Procuratie des Markusplatzes befindet., kürzlich vom mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten Architekten David Chipperfield renoviert. Migration der Moderne. Die Architektur von Harry Seidler fällt auch mit der Eröffnung der 19. Internationalen Architekturausstellung – La Biennale di Venezia – zusammen. Als Teil seines Eröffnungsprogramms präsentiert SMAC auch „For All That Breathes On Earth: Jung Youngsun and Collaborators“.

Die Procuratie beherbergt im dritten Stock Die Heimat des menschlichen Sicherheitsnetzes, mit der interaktiven Ausstellung „Eine Welt voller Potenzial“, einer immersiven Reise, bei der die Besucher angeleitet werden, ihre Stärken zu entdecken und sich mit den Programmen der Stiftung zu verbinden.

Titelbild: Julian Rose House, Wahroonga, Sydney, Australien 1954. Architekt Harry Seidler. Foto Max Dupain, © Penelope Seidler

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