Die Serie A startet am Samstag, den 22. August, mit vier frühen Spielen. Inter Mailand geht als italienischer Meister in die neue Saison und präsentiert sich mit einer verjüngten Abwehr und einem verstärkten Mittelfeld, verstärkt durch drei englische Neuzugänge (Stones, Spence und Jones). Allerdings haben sie Dumfries verloren und müssen sich nun gegen Konkurrenten behaupten, die allesamt verstärkt haben: von Juventus Turin bis zur AS Rom, von Mailand bis Neapel und Como. Es wird ein harter Kampf. Die Meisterschaft beginnt morgen, Samstag, den 22. August, mit dem kleinen Lombardei-Derby Inter gegen Monza, dem hochinteressanten Duell zwischen Zaniolos Udinese Calcio und dem Aufsteiger Como, Max Allegris Debüt als Trainer des SSC Neapel im Auswärtsspiel im Marassi-Stadion gegen De Rossis Genua sowie der Partie Parma gegen Cagliari.
Inter spricht Englisch und bleibt der Topfavorit, aber sie haben gegen Dumfries verloren und ihre Gegner sind stärker.
Mit den Neuzugängen der Engländer Stones (der allerdings bereits 32 Verletzungen, hauptsächlich muskulärer Art, erlitten hat), Spence und Jones verfügt Inter über erfahrene und konstante Spieler im Kader, auch wenn diese vielleicht nicht im Rampenlicht stehen. Allerdings haben sie Dumfries an Real Madrid verloren und müssen sich nun einer aggressiveren Gegnergruppe als im Vorjahr stellen. Vieles wird davon abhängen, ob Inter-Trainer Christian Chivu die neuen Spieler effektiv einsetzen kann. Doch die Konkurrenz wird den italienischen Meistern keine Ruhe gönnen, denn alle direkten Rivalen haben sich verstärkt.
Juventus hat einen neuen Torwart und einen neuen Mittelstürmer gefunden und seine Abwehr und sein offensives Mittelfeld verstärkt.
Nach den Enttäuschungen des letzten Jahres und dem Ausscheiden aus der Champions League drängte Luciano Spalletti den Verein – der nach dem Scheitern von Giuntoli und Comolli durch die Ankunft von Carnevali als Geschäftsführer und Massara als Sportdirektor neu formiert worden war – dazu, ihm in erster Linie einen neuen Torwart und einen neuen Mittelstürmer zu vermitteln. Dieses Versprechen wurde gehalten. Anstelle des unsicheren Di Gregorio wird Vicario, der von Tottenham kommt, das Tor der Bianconeri hüten, und der Angriff wird von einem zurückkehrenden Tottenham-Spieler, dem Publikumsliebling Kolo Muani, angeführt. Auch die Abwehr und das Mittelfeld wurden mit den Verpflichtungen von Celik von der Roma und Lucumi für die Abwehr sowie dem talentierten jungen Bosnier Alajbegovic für das offensive Mittelfeld verstärkt. Der Wunschspieler im Mittelfeld ist Kessie.
Napoli setzt auf Allegri, aber ist Max derjenige, der mit Juve fünf Meistertitel gewonnen hat, oder derjenige, der letztes Jahr gescheitert ist?
Wie schon 2014 bei Juventus Turin muss Max Allegri nun bei Napoli einen weiteren Topspieler wie Antonio Conte auf der Bank ersetzen. Trotz des Abgangs von Lukaku ist er die wichtigste Neuverpflichtung und die größte Investition, die Präsident Aurelio De Laurentiis getätigt hat, um Napoli wiederzubeleben und Inter Mailand im Kampf um den Scudetto herauszufordern. Doch welcher Allegri ist heute der wahre Allegri? Derjenige, der mit Juventus fünf Scudetti in Folge gewann, oder derjenige, der letztes Jahr mit dem AC Mailand die Champions-League-Qualifikation verpasste? Die kommende Saison, in der Max unbedingt Wiedergutmachung leisten will, wird es zeigen. Bislang verlief der Transfermarkt allerdings eher schleppend. Die Verpflichtung des starken französischen Verteidigers Badiashile und des jungen Favasuli ist zwar positiv, aber vielleicht braucht Napoli noch etwas anderes.
Milan setzt auf Amorin und vor allem auf die Tore von Ramos, aber es gibt noch viele Unbekannte.
Der AC Mailand ist wohl der undurchschaubarste der Serie-A-Anwärter. Mit der Ankunft des portugiesischen Trainers Amorin hat sich das Management verändert, und die Revolution hat begonnen. Scheinbar unersetzliche Spieler wurden verkauft, was sich durch die Trennung vom unberechenbaren Leão bald noch verschärfen könnte. Trainer Cardinale, der seit der Entlassung von Paolo Maldini als Technischer Direktor keinen Titel mehr gewonnen hat, hat drei namhafte Neuzugänge verpflichtet: allen voran den treffsicheren Mittelstürmer Gonçalo Ramos von PSG, aber auch Verteidiger Gila von Lazio Rom und Flügelspieler Diego Moreira von Straßburg. Es bleibt abzuwarten, ob Amorin der Mannschaft neues Leben einhauchen kann.
Como hat Kean im Visier und wird versuchen, Inter an der Tabellenspitze herauszufordern.
Im vergangenen Jahr sorgte Fabregas' Como für die große Überraschung der Serie A und erreichte die Champions League. Doch dieses Jahr ruht sich der Verein nicht auf seinen Lorbeeren aus. Für die stolze Summe von 60 Millionen Euro verpflichteten sie Starspieler Nico Paz und haben nun Kean von der Fiorentina im Visier. Auch die Neuzugänge Cheloba (von Chelsea), Couto (von Borussia Dortmund) und Milla (von Getafe) waren kostspielig, aber gezielt. Como macht aus seinen Ambitionen kein Geheimnis mehr.
Die Roma bestätigt Dybala und setzt auf Rodrigo Mora.
Die Verpflichtung von Paulo Dybala und des jungen Talents Diego Mora vom FC Porto lassen die Roma-Fans träumen. Nach vielen Jahren hoffen sie auf die Rückkehr in die Champions League und auf die Magie von Gasperini, der die Mannschaft nach seinen offensiven Spielkonzepten formt. Die Giallorossi verloren zwar Celik an Juventus Turin, konnten ihn aber mit dem argentinischen Flügelspieler Molina von Atlético Madrid und dem jungen argentinischen Mittelstürmer Castro vom FC Bologna kompensieren. Castro soll Malen ersetzen, von dem die Roma hofft, dass er an seine Torjägerqualitäten der letzten Saison anknüpfen kann.
