Ignazio La Russa Er dürfte noch nicht verstanden haben, was seine Funktion als Präsident des Senats ist und wie seine hohe institutionelle Stellung es erfordert, dass er die Gefühle aller Italiener interpretiert. La Russas mehr als zweideutige Worte zur Aggression der Militanten von Casapound in Turin gegen einen Journalisten aus Die Presse „(Vollständige Verurteilung, aber der Journalist hat sich nicht dazu geäußert“) waren geradezu unangebracht. Und es ist nicht das erste Mal, dass ihm das passiert. Zum Glück gibt es im Quirinals einen Herrn und treuen Hüter der Verfassung wie den Präsidenten der Republik Sergio Mattarella der sich gestern bei der Fan-Zeremonie der parlamentarischen Presse die Gelegenheit nicht entgehen ließ, La Russa scharf zu kritisieren. „Jede Handlung gegen die freie Information ist subversiv“, betonte der Staatschef mit Nachdruck und verwies auf die Ereignisse in Turin, „ist subversiv“, denn „Informieren bedeutet, ohne Rabatte zu dokumentieren, und der Pluralismus der Informationen ist eine Garantie für Demokratie.“ Klarer als das. Wer weiß, ob La Russa es verstanden hat. Es ist zweifelhaft.
La Russa äußert sich unziemlich über Casapounds Angriff auf den Turiner Journalisten und Präsident Mattarella schimpft mit ihm
Staatsoberhaupt Sergio Mattarella ließ es sich nicht nehmen, sich energisch vom Senatspräsidenten Ignazio La Russa zu distanzieren und verurteilte eindeutig die brutalen Taten von Casapound in Turin, zu denen La Russa sich gelinde gesagt nicht eindeutig geäußert hatte
