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Italienische Industrie: Umsatzwachstum kehrt zurück, Elektrotechnik und Maschinenbau boomen, Modebranche hingegen rückläufig. Analyse von Prometeia-Intesa.

Laut einer Analyse der Industriesektoren durch Prometeia und Intesa Sanpaolo hat die zunehmende Verbreitung chinesischer Waren die Wettbewerbsfähigkeit Italiens hinsichtlich des Marktanteils in den wichtigsten EU-Partnerländern nicht beeinträchtigt.

Italienische Industrie: Umsatzwachstum kehrt zurück, Elektrotechnik und Maschinenbau boomen, Modebranche hingegen rückläufig. Analyse von Prometeia-Intesa.

Laut den im Februar von Intesa Sanpaolo und Prometeia veröffentlichten Daten zur Analyse der italienischen Fertigungsindustrie kommen endlich ermutigende Signale aus der Industrie unseres Landes. Der Umsatz bleibt zu aktuellen Preisen zwischen Januar und November 2025 stabil (+0,1 %). Doch zwischen Juli und November 2025 kehrte das Wachstum zu konstanten Preisen zurück (+1.3 %, Trendbasis), wobei das Jahresende auf einem Niveau von über 1120 Milliarden Euro geschätzt wird, was dem Höchststand von 2022-23 entspricht und höher ist als vor der Covid-Pandemie (+23 % gegenüber 2019).

Die Fertigungsproduktion markierte in den letzten Monaten des Jahres 2025 ebenfalls einen Wendepunkt.Mit einem Wachstum von 1.7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Zeitraum Juli bis November konnte die Schwäche des ersten Halbjahres (-1.1 % für die ersten elf Monate insgesamt) jedoch nicht vollständig ausgeglichen werden. Auch andere wichtige europäische Produktionssektoren erholen sich allmählich: Zwischen Juli und November stieg die Industrieproduktion in Frankreich (+1.3 %) und Spanien (+1.4 %), und der Rückgang verlangsamte sich in Deutschland (-0.7 %).

Das sektorale Bild bleibt trotz der weit verbreiteten Verbesserung der Aktivitätsniveaus in der zweiten Jahreshälfte 2025 heterogen. An der Spitze der Rangliste für den inflationsbereinigten Umsatz stehen Elektrotechnik (+3.8 % Trend, 11 Monate) und Maschinenbau (+3.1 %)Der Wirtschaftssektor hat sich seit den Sommermonaten dank Investitionen, die durch die Freigabe der Anreize der Transition 5.0 zusätzlich beflügelt wurden, deutlich beschleunigt. Auch die Pharmabranche konnte ihre Position unter den stärksten Sektoren (+3.3 %) dank des Exportbooms (+33.8 % wertmäßig in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025, +34.5 % mengenmäßig) bestätigen, was teilweise auf die erwarteten Umsätze auf dem amerikanischen Markt zurückzuführen ist. Auch der Lebensmittel- und Getränkesektor (+1.5 %) profitierte von den Exporten, unterstützt durch die robuste Binnennachfrage.

Das Modesystem steht weiterhin vor Schwierigkeiten. (-2.1 %, inflationsbereinigter Umsatz der letzten elf Monate), Haushaltsgeräte (-5.0 %) und insbesondere Kraftfahrzeuge und Motorräder (-9.6 %), die trotz Anzeichen einer Verlangsamung des Umsatz- und Produktionsrückgangs im zweiten Halbjahr weiterhin der am stärksten betroffene Fertigungssektor im aktuellen Umfeld sind. Die Vertrauensindikatoren erholen sich in den jüngsten Umfragen allmählich, was auf eine vorsichtige Verbesserung des Geschäftsumfelds im verarbeitenden Gewerbe hindeutet.

Der Inlandsmarkt dürfte im Jahr 2026 der wichtigste Wachstumstreiber sein. Der Beitrag von Investitionen ist entscheidend Nach einer Trendwende in der zweiten Jahreshälfte 2025 wird für 2026 eine weitere Verbesserung der Aussichten erwartet. Grund dafür ist das neue Anreizpaket für den Kauf von Investitionsgütern (materiell und immateriell), das auch eine Rückkehr zu einer starken Abschreibung vorsieht. Diese Entwicklung wird durch zunehmende Anzeichen eines wachsenden Vertrauens unter den Investitionsgüterherstellern bestätigt. Die Hersteller von Konsumgütern und Vorprodukten zeigen hingegen eine moderatere Verbesserung der Stimmung, die jedoch weiterhin den Erwartungen einer verstärkten Produktionserholung in der ersten Jahreshälfte 2026 entspricht.

International gesehen wird mit einem stabilen globalen Wachstum gerechnet. Allerdings könnten geopolitische Risiken den Handel im Vergleich zu 2025 schwächen, wenn Italien auf den internationalen Märkten eine gute Performance erzielt hat. Die italienischen Exporte von Fertigwaren stiegen um 3.8 %. In den ersten zehn Monaten des Jahres stiegen die Exporte um 2.9 % (nach Volumen) bzw. um 0.8 % (ohne die außergewöhnliche Entwicklung des Pharmasektors). Dank der starken Exportleistung konnte die Handelsbilanz trotz des Anstiegs der Importe (+6.9 %), insbesondere aus China (+24.3 %), der maßgeblich von den Daten des Pharmasektors beeinflusst wurde, auf einem hohen Niveau bleiben (über 90 Milliarden Euro in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025, ohne Energiekosten).

Der Wettbewerbsdruck aus China hat auch andere europäische Länder beeinflusst: Die Importe der EU27 aus China stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 um 8.7 % (ohne Berücksichtigung von Arzneimitteln um 6.7 %), wobei die Zuwächse in allen Sektoren, einschließlich mittel- und hochtechnologischer Bereiche wie dem Maschinenbau, weit verbreitet waren. Die zunehmende Präsenz chinesischer Waren scheint die Wettbewerbsfähigkeit Italiens bisher nicht beeinträchtigt zu haben. Bezüglich des Marktanteils in den wichtigsten EU-Partnerländern behauptet Italien seine starke Position in Deutschland (mit einem Anteil von 5.8 % an den deutschen Importen aus aller Welt, neun Monate bis 2025), Spanien (8.9 %) und Frankreich (9.3 %), die im Vergleich zu 2024 weitgehend stabil ist.

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