Nach der französischen Regierung hat auch die deutsche Regierung eine Einigung mit den Banken im Fall Griechenland erzielt. Laut Wirtschaftsminister Wolfgang Schäuble halten die deutschen Banken, die den Pakt unterzeichnet haben, griechische Staatsanleihen im Wert von zehn Milliarden Euro, darunter zwei Milliarden Euro mit Fälligkeit im Jahr 10. Die technischen Details der privaten Beteiligung sind noch nicht klar, doch man gehe davon aus, dass der Plan dem französischen Abkommen weitgehend entsprechen wird, so Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank. Ackermann fügte hinzu, die Beteiligung der Banken werde „freiwillig, aber substanziell“ sein.
Deutsche Banken sind in Athen vor allem über Anleihen engagiert, während französische Banken indirekt, vor allem über Anteile an griechischen Banken, engagiert sind. Laut der Französischer Planwerden die im Jahr 2014 fälligen Kupons zu 70 % ihres Nominalwerts in Anleihen mit dreißigjähriger Laufzeit umgewandelt. Kurz gesagt: Ein direktes Engagement von einer Milliarde Euro führt zu einem sofortigen Verlust von 300 Millionen und einer neuen Kreditlinie von 700 Millionen, die spätestens im Jahr 2044 mit noch festzulegenden jährlichen Zinsen zurückzuzahlen ist.
