Der Geschäfts- und Verbrauchervertrauensindex der Eurozone erreichte im Juli den niedrigsten Stand der letzten drei Jahre, was zu Befürchtungen einer Verschärfung der Rezession führte. Die von Eurostat veröffentlichten Daten weisen den Index auf 87,9 Punkte hin, zwei weniger als im Vormonat und zum vierten Mal in Folge in den letzten vier Monaten nach unten.
Im Europa der 27 schwächt sich die Verschlechterung (-1,4 Punkte) auf 89 Punkte ab. Für die Eurozone ist dies ein weiteres Zeichen großen Misstrauens, da dieselben Analysten einen Rückgang erwarteten, der jedoch auf 88,9 Punkte begrenzt war. Insbesondere die Krise der Industrie (-2-2 Punkte) und die der Verbraucher (-1,7) trugen zum Einbruch bei. Lediglich der Einzelhandel (-0,6 Punkte) und das Baugewerbe konnten gerettet werden und verloren nur 0,3 Punkte.
Unter den einzelnen Ländern kommt die deutlichste Verschlechterung aus Deutschland (-3,7 Punkte) und Frankreich (-2,3), während sich Spanien mit -1,4 zurückhält und Italien sogar einen positiven Trend verzeichnet: +1,3 Punkte.
