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Vorschau 2026: Die Geschichte der „Samurai“ in einer Sonderausstellung im British Museum in London.

Eine große neue Ausstellung im British Museum, die für das Frühjahr 2026 geplant ist und den Titel „Samurai“ trägt, wird die Entwicklung dieser außergewöhnlichen Persönlichkeiten über die letzten tausend Jahre nachzeichnen und dürfte bahnbrechend sein, da sie als erste erforscht, wie ihr Bild und ihr Mythos entstanden sind.

Vorschau 2026: Die Geschichte der „Samurai“ in einer Sonderausstellung im British Museum in London.

Vom Mittelalter bis in die Gegenwart wurden Samurai in Japan und anderswo für verschiedenste Zwecke konstruiert, idealisiert und angepasst. Ihre Geschichte umspannt ein Jahrtausend voller Mythen und Realität.

Treffen über 280 Objekte und digitale Inhalte aus den Sammlungen des Museums und von 29 nationalen und internationalen Leihgebern, Samurai enthüllt die vielen Identitäten der japanischen Kriegerkaste im Laufe der Jahrhunderte. Die Samurai, in Japan bekannt als Musha o bushiSie waren in langwierige Konflikte verwickelt und erlangten ab dem 12. Jahrhundert politische Vorherrschaft. Mit der langen Friedenszeit nach 1615 zogen sie sich vom Schlachtfeld zurück und wurden Regierungsbeamte, Gelehrte und Kunstmäzene, wobei Frauen die Hälfte der Samurai-Klasse ausmachten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde ihr erblicher Status abgeschafft und der Mythos der Samurai-Kaste beendet. Bushidō, das Patriotismus und Opferbereitschaft pries. Der Samurai wurde so zu einem weltweiten und bekannten Symbol, das auch heute noch inspiriert.

Viele Objekte werden zum ersten Mal ausgestellt.

Darunter befindet sich eine kunstvolle Samurai-Rüstung, die das Museum kürzlich erworben hat. Der prestigeträchtige Helm und das goldene Emblem in Form von Schwertlilienblättern sollten den Träger sowohl unverwechselbar als auch furchteinflößend machen. Die Ausstellung geht weit über Waffen und Rüstungen hinaus: Sie umfasst Gemälde, Holzschnitte, Bücher, Kleidung, Keramik, Fotografien sowie Beispiele aus Film, Fernsehen, Manga, Videospielen und zeitgenössischer Kunst. Darunter befinden sich neue Auftragsarbeiten des japanischen Künstlers Tetsuya Noguchi. Zu den Höhepunkten zählt eine feuerfeste Damenjacke mit Kapuze aus der John C. Weber Collection, die von Frauen getragen wurde, die in der Burg Edo arbeiteten. Brände waren in der Holzstadt Edo (dem heutigen Tokio) so häufig, dass sie als „die Blumen von Edo“ bezeichnet wurden; die Wassermotive der Jacke mit ihren verzierten Ankern und Wellen symbolisieren Schutz vor Flammen.

Ebenfalls ausgestellt ist ein Werk von Tintoretto, das einen Samurai darstellt.

Ein seltenes Porträt von Itō Mancio, angefertigt von Dominik Tintoretto und herkommend Trivulzio-Stiftung Mailand Das Gemälde zeigt den jungen, dreizehnjährigen Samurai, der 1582 eine Gesandtschaft in den Vatikan leitete. Dieser Besuch markierte Japans erste diplomatische Mission nach Europa und einen entscheidenden Moment in der Begegnung mit dem Westen, nachdem 1545 das Christentum durch portugiesische Händler und Missionare nach Japan gelangt war.

Werke aus Venedig

Die Ausstellung reflektiert den interkulturellen Austausch weiter und umfasst unter anderem Leihgaben der Museum für Orientalische Kunst in VenedigDas Porträt Heinrichs von Bourbon, Graf von Bardi, der während einer Japanreise 1889 ein Selbstporträt als japanischer Krieger in Auftrag gab, zeugt von der westlichen Idealisierung der Samurai im 19. Jahrhundert, als deren Welt gerade rasch verschwand.

Zeitgenössische Interpretationen

Von einem von japanischen Rüstungen inspirierten Louis-Vuitton-Outfit bis hin zu beliebten Videospielen Assassin's Creed: Schatten (2025) und Nioh 3 Die Ausstellung (2026) beleuchtet das anhaltende Erbe der Samurai in Mode, Film und Videospielen. Diese zeitgenössischen Interpretationen sind überraschend aktuell, und die Veröffentlichung von Nioh 3Die nur drei Tage nach der Ausstellungseröffnung geplante Veranstaltung unterstreicht dies zusätzlich. Gemeinsam zeigen sie, wie die Samurai weiterhin die Kreativität weltweit beflügeln.

Samurai Es eignet sich sowohl als Ausstellung als auch als Erzählung von Mythos und Erinnerung, von Tradition und Neuerfindung. Es bietet eine willkommene Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie Geschichte geschrieben und umgeschrieben wird und wie nationale Identitäten durch Kultur, Erzählungen und globalen Austausch geformt werden.

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