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Von der Fotografie bis zur Kohle, Robert Longo ab September in der Albertina in Wien

Vom 4. September 2024 bis 26. Jänner 2025 ist in der Albertina in Wien Robert Longo (*1953, Brooklyn) zu Gast, bekannt für seine monumentalen hyperrealistischen Werke: kraftvolle und dynamische Kohlezeichnungen, deren virtuose Technik und die visuelle Wucht der Motive bezaubern Beobachter

Von der Fotografie bis zur Kohle, Robert Longo ab September in der Albertina in Wien

Robert Longos Werke befinden sich in zahlreichen Sammlungen auf der ganzen Welt, darunter: Albertina Museum Wien, Österreich; Art Institute of Chicago, Illinois; Centre Pompidou, Paris; Harvard Art Museums/Fogg Museum, Cambridge, Massachusetts; und das Los Angeles County Museum of Art, Kalifornien; und das Museum of Modern Art, New York. Im September 2024 veranstaltet die Albertina Wien eine Retrospektive von Longos Werken und im Oktober 2024 präsentiert das Milwaukee Art Museum, Wisconsin eine Einzelausstellung mit Werken, die zwischen 2014 und 2024 entstanden sind.

Für seine Modelle Robert Longo verwendet Fotografien, die dramatische Situationen im Moment ihrer höchsten Spannung festhalten. Den Künstler interessiert hier das Darstellung der Machtin Natur, Politik, Geschichte. Es nutzt Bildmaterial, das tausendfach reproduziert wurde und längst Teil der Popkultur, unseres kollektiven Bildgedächtnisses ist. Longo isoliert und reduziert die Motive, um ihre visuelle Wirkung auf eine höhere Potenz zu steigern. Durch die Vergrößerung des Motivs und die Intensivierung der Beleuchtung in einem dramatischen Hell-Dunkel stehen wir vor gigantischen, bisher ungesehenen Theaterbildern. Longo greift auf vorhandene Bilder zurück, bezieht sich auf die Realität aus zweiter Hand und schafft beeindruckende „Kopien“ der ursprünglichen Schwarz-Weiß-Fotografien, die im Vergleich zu ihrer Umwandlung in kolossale Kohlezeichnungen verblassen. Die dramatischen Licht- und Schatteneffekte der Kohlezeichnungen betonen die Plastizität der Objekte und die räumliche Tiefe. Sie lassen das Motiv sowohl real als auch unwirklich erscheinen. Das tiefe Schwarz der auf das Papier geriebenen Holzkohle verschluckt alles Licht. Paradoxerweise ist Longo letztlich wie kein anderer in der Lage, Leuchtkraft und strahlendes Licht, Transparenz und Materialität hervorzurufen, differenziert mit dem Schwarz der Kohle.

Robert Longo wurde 1953 in Brooklyn geboren und wuchs auf Long Island, New York auf. Er schloss die High School 1970 ab, nur wenige Wochen nachdem die Ohio National Guard mehrere Studenten der Kent State University massakriert hatte, um gegen die US-Invasion in Kambodscha zu protestieren.