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McDonald's und Burger King stellen den Menschen wieder in den Mittelpunkt: Zu viel Automatisierung hat die Kunden vergrault.

Kioske und Online-Bestellungen reichen nicht aus, um das Geschäft anzukurbeln: Das erkennen die großen amerikanischen Fast-Food-Ketten und konzentrieren sich wieder stärker auf das Kundenerlebnis. McDonald’s wird zwei Millionen Mitarbeiter schulen, um sie freundlicher und entspannter zu gestalten.

McDonald's und Burger King stellen den Menschen wieder in den Mittelpunkt: Zu viel Automatisierung hat die Kunden vergrault.

Seit Jahren verfolgt die amerikanische Fast-Food-Branche ein scheinbar unausweichliches Ziel: Dadurch wird das Restaurant zunehmend digitalisiert, automatisiert und unabhängig von menschlicher Interaktion.Bestellterminals, Apps, digitale Zahlungssysteme, automatisierte Drive-Ins und künstliche Intelligenz sind fester Bestandteil des Geschäftsmodells großer Ketten wie McDonald’s, Burger King und Wendy’s geworden. Doch nun ändert sich die Strategie. Es handelt sich dabei weder um eine Rückkehr in die Vergangenheit noch um eine Abkehr von der Technologie, sondern vielmehr um eine Kurskorrektur aufgrund einer etwas überraschenden (aber nicht völlig unerwarteten) Erkenntnis: Die Ketten entdecken, dass Digitale Effizienz bedeutet nicht zwangsläufig ein besseres KundenerlebnisTatsächlich könnte genauso gut das Gegenteil der Fall sein.

Dies zeigt sich am Beispiel der Restaurantkette Chick-fil-A, die ausschließlich Hühnchengerichte serviert und weniger bekannt ist als andere, deren Geschäftsmodell aber weiterhin stark auf persönlichen Service ausgerichtet ist: Im Jahr 2025 belegte es den ersten Platz im amerikanischen Kundenzufriedenheitsindex. Chick-fil-A belegte im elften Jahr in Folge den ersten Platz im ACSI-Ranking, während McDonald’s mit 70 Punkten den letzten Platz einnahm. Obwohl Chick-fil-A in den USA nur 3.000 Filialen betreibt (im Vergleich zu McDonald’s mit 13.500), erreichte Chick-fil-A laut einer InMarket-Analyse von 2025 einen Loyalitätswert von 267, verglichen mit 164 Punkten beim beliebtesten Konkurrenten. Dies zeigt, dass ein persönlicheres Kundenerlebnis eine stärkere Kundenbindung fördern kann.

Technologie optimiert zwar die Abläufe, senkt aber die Servicequalität.

Die digitale Transformation folgte einer ganz klaren ökonomischen Logik. Selbstbedienungskioske helfen, Warteschlangen zu verkürzen.Apps können den durchschnittlichen Bestellwert steigern und einen Teil der Arbeit von den Mitarbeitern auf die Kunden verlagern. Sie ermöglichen außerdem die Datenerfassung, personalisierte Angebote und Anreize für häufige Käufe. Das Problem tritt jedoch im am schwierigsten zu automatisierenden Bereich auf: der Wahrnehmung des Kundenservice.

Wie das Wall Street Journal berichtet, Manche Kunden beschreiben Restaurants als hektische, unpersönliche und sterile Umgebungen.Ein Teil der Bevölkerung scheint daher die Kombination aus Schnelligkeit und Bequemlichkeit nicht als ausreichend zu betrachten. Die Qualität der Interaktion ist erneut zu einem Wettbewerbsfaktor geworden: Alles wird nicht nur an Kundenfrequenz, durchschnittlichem Umsatz, Besuchshäufigkeit und Rentabilität gemessen, sondern auch am menschlichen Faktor, an der Kundenzufriedenheit und daran, ob ein Geschäft als einladend und kundenorientiert wahrgenommen wird.

McDonald’s wird weltweit 2 Millionen Mitarbeiter schulen, um gastfreundlicher zu sein.

McDonald’s ist vielleicht das bedeutendste Beispiel. Nach Jahren starker Digitalisierungsoffensive bereitet das Unternehmen nun eine neue globale Initiative namens „Make it Golden“Das Projekt soll weltweit über zwei Millionen Arbeiter, Angestellte, Betreiber und Zulieferer einbeziehen. Ziel ist es, die Gastfreundschaft wieder in den Mittelpunkt des Erlebnisses zu rücken und … neue Verhaltens- und AusbildungsstandardsDer Service sollte bei der Bewertung der Leistung von Franchisenehmern ebenfalls ein größeres Gewicht erhalten.

Die Entscheidung ist alles andere als technologiefeindlich: Entscheidend ist, zu verstehen, wo digitale Technologie Effizienz steigert und wo sie stattdessen Wertverluste riskiert. Für einen Konzern wie McDonald’s bedeutet dies eine optimierte Kapitalallokation: nicht unbedingt weniger Technologie, sondern Technologie, die den menschlichen Kontakt unterstützt, anstatt ihn wahllos zu ersetzen. Und so Die Mitarbeiter werden darin geschult, gastfreundlicher und einladender zu sein und weniger voreilig zu handeln.Angefangen bei der Sprache: Selbst bei McDonald's sagt man jetzt „Guten Appetit“ oder „Bis zum nächsten Mal!“, wie in einem familiengeführten Restaurant.

Sogar Burger King entdeckt den Wert des „menschlichen Faktors“ wieder.

Auch Burger King schlägt denselben Weg ein. Das neue Restaurantmodell sieht unter anderem eine andere Standortwahl für die Kioske vor, während Das Unternehmen besteht darauf, dass Personal am Schalter anwesend sein muss.Die Führungskräfte sind zudem angehalten, die Richtigkeit der Bestellungen sicherzustellen, eine ausreichende Personalbesetzung am Empfang zu gewährleisten und Kundenbeschwerden umgehend und mit maximaler Verfügbarkeit zu bearbeiten. Die Botschaft an die Investoren ist wichtig: Automatisierung wird nicht abgeschafft, sondern in ein Hybridmodell integriert.

Eine Lektion für die Ökonomie der künstlichen Intelligenz

Bei genauerer Betrachtung erzählt die Geschichte der Fast-Food-Ketten eine umfassendere Geschichte über den aktuellen Investitionszyklus im Bereich der künstlichen Intelligenz. In den letzten Jahren Der Markt belohnte die Idee, dass nahezu jeder Prozess automatisiert werden könne.Der Return on Investment hängt jedoch nicht von der Menge der eingeführten Technologie ab, sondern vom erzielten wirtschaftlichen Wert.

Im Einzelhandel und in der Gastronomie kann KI Bedarfsplanung, Bestandsmanagement, Datenanalyse, Marketing, Preisgestaltung und wiederkehrende Prozesse übernehmen. Das Personal hingegen… können sich auf Aktivitäten konzentrieren, bei denen Empathie, Urteilsvermögen und Problemlösungsfähigkeiten zum Einsatz kommen. Sie sind nach wie vor schwer zu kopieren. Es ist dasselbe Prinzip, das sich auch in anderen Branchen zeigt: Ziel ist es nicht unbedingt, Menschen zu ersetzen, sondern die Produktivität menschlicher Arbeit zu steigern. Die nächste Herausforderung wird kein Restaurant ohne Personal sein, sondern wahrscheinlich eines, in dem Maschinen und Menschen jeweils ihre Stärken ausspielen.

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