AstraZeneca e Bristol Myers SquibbZwei der weltweit führenden Pharmaunternehmen prüfen Berichten zufolge eine bedeutende Fusion, die das Gleichgewicht der Branche voraussichtlich grundlegend verändern wird. Dies geht aus einem Exklusivbericht hervor. Financial TimesDie britische Gruppe und der amerikanische Konkurrent sollen Berichten zufolge vor einigen Monaten begonnen haben. Gespräche über eine mögliche FusionDie Operation würde zur Geburt von viertgrößter Pharmakonzern der Welt nach Marktkapitalisierung, mit einem Gesamtwert nahe bei 400 Milliarden DollarAstraZeneca wird derzeit mit rund 260-264 Milliarden US-Dollar bewertet, während Bristol Myers Squibb eine Marktkapitalisierung von rund 133 Milliarden US-Dollar aufweist.
Die Gespräche könnten relativ schnell zu einer Einigung führen, doch die Verhandlungen bleiben ungewiss. Es besteht die Möglichkeit, dass sich das Abkommen verzögert oder ganz scheitert.
Mögliche Transaktion zwischen Bargeld und Aktien
Die Struktur der Fusion ist noch nicht festgelegt, aber der Vorgang könnte Folgendes umfassen: Kombination aus Geld und HandlungenFür AstraZeneca wäre dies einer der wichtigsten Schritte in ihrer Geschichte, nach einem Jahrzehnt, in dem der britische Konzern in den Augen der Anleger deutlich besser abschnitt als Bristol Myers Squibb.
Die Integration würde es AstraZeneca zudem ermöglichen, seine Präsenz in den Vereinigten Staaten weiter zu stärken, einem Markt, der bereits fast die Hälfte des Konzernumsatzes generiert. Die amerikanischen Perspektiven haben sich nach dem Börsengang des Unternehmens in New York im Juni noch konkretisiert. Erst letzte Woche jedoch erklärte der CEO Pascal Soriot hatte erklärt, dass es keine Akquisition benötige, um sein Ziel von 80 Milliarden Dollar Umsatz bis 2030 zu erreichen.
Das Thema Onkologie und die Risiken für das Kartellrecht
Die Haupt Hindernis industrielle Bedenken die starke Überschneidung zwischen der Aktivitäten der beiden Unternehmen im OnkologiesektorBeide Gruppen verfügen über führende Medikamente in der Krebsbehandlung, wodurch potenzielle Bereiche direkten Wettbewerbs entstehen können. Einer der relevantesten Fälle ist der von Opdivo, entwickelt von Bristol Myers Squibb, und ImfinziDas von AstraZeneca hergestellte Medikament wird ebenfalls zur Behandlung von Lungenkrebs eingesetzt. Laut Financial Times könnte diese Überschneidung die Chancen auf eine Zulassung durch die Kartellbehörden sogar verringern.
Jede Fusion würde daher einer besonders strengen Prüfung unterliegen, mit möglichen Forderungen nach Veräußerungen von Vermögenswerten oder wesentlichen Änderungen der Unternehmensstruktur.
Das politische Risiko eines Umzugs in die Vereinigten Staaten
Neben den Wettbewerbsfragen treten auch andere relevante Themen in den Vordergrund. politische FragenEine mögliche Wahlmöglichkeit Verlegung des Hauptsitzes von AstraZeneca (jetzt in Cambridge) in den Vereinigten Staaten Das würde in Großbritannien die Befürchtungen über den Verlust eines der wichtigsten Industrieunternehmen des Landes verstärken.
AstraZeneca ist in der Tat die zweitgrößtes börsennotiertes Unternehmen Großbritanniens nach Wert und stellt eines der wichtigsten strategischen Güter des Landes dar. Ein möglicher Umzug ins Ausland würde die Aufmerksamkeit sowohl britischer als auch amerikanischer Institutionen auf sich ziehen.
Die Megafusion hätte daher weitreichendere Folgen als nur finanzielle. Auf dem Spiel stehen die Kontrolle über bedeutende Pharmaunternehmen, das Gleichgewicht in der Krebsforschung und die Zukunft eines der traditionsreichsten Konzerne der britischen Industrie.
