Das Angebot des Private-Equity-Fonds Clessidra für alle TI Media (TV plus Multiplex) läuft heute aus, und bisher hat sich nichts bewegt, weil Telecom Italia nicht aufgetaucht ist. Cairo Comunication, das bereits einen großen Werbevertrag mit Telecom Italia Media hat, scheint also in der Pole-Position zu sein, auch wenn es noch kein verbindliches Angebot vorgelegt hat und auch nur an den Fernsehern des Konzerns (La7 und MTV) interessiert ist. Die Spiele sind jedoch noch offen und Clessidra hält sich nicht für aus und wartet auf die nächsten Züge von Franco Bernabè.
Der von Claudio Sposito geleitete Fonds, der jetzt frei von verbindlichen Verpflichtungen ist, beabsichtigt nicht, das Dossier einzureichen, sondern unter zwei Bedingungen: dass der Verkauf nicht nur die beiden Fernseher der Gruppe betrifft, sondern auch die Multiplexe von Telecom Italia Media und dass der Preis ( 300-330 Millionen Euro) nachhaltig ist.
Nun liegt die Entscheidung über die Zukunft von TI Media vollständig in den Händen von Telecom Italia, deren Vorstand sich am 7. Februar äußern wird. Sicher ist, dass Telecom verkaufen will, um die Blutung von La7-Verlusten zu stoppen und seine Schulden zu reduzieren, wie es auch Telco verlangt. Aber nicht um jeden Preis. Die nächsten Tage werden entscheidend sein.
