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Die Schweizer Zentralbank geht eine Wette in Höhe von 100 % des BIP ein

Das Institut hat einen Betrag ausgegeben, der nahezu dem gesamten BIP des Landes entspricht, mit dem Ziel, die Aufwertung des Frankens zu stoppen und die Exportindustrie zu schützen.

Die Schweizer Zentralbank geht eine Wette in Höhe von 100 % des BIP ein

Die Schweizerische Nationalbank ist vielleicht der Epigone einer zweireihigen Bank, zurückhaltend und streng. Aber gleichzeitig hat es sich in jüngster Zeit mit der Agilität und Rücksichtslosigkeit eines eingefleischten Spielers verhalten: Es hat einen Betrag ausgegeben, der fast dem gesamten BIP des Landes entspricht, mit dem Ziel, die Aufwertung des Frankens zu stoppen und die Exportindustrie zu schützen. 

Die Bank ist ein Opfer des eigenen Erfolgs der Schweiz und gilt in stürmischen Zeiten als sicherer Hafen für Kapital. und der Himmel weiß, wie stürmisch diese Zeiten waren. Letztes Jahr hat die Zentralbank einen Schlussstrich in den Sand der Märkte gezogen: Der Schweizer Franken dürfte die Grenze von 1,20 gegenüber dem Euro nicht überschreiten.

Diese Grenze wurde beibehalten, allerdings um den Preis von Kapitalabflüssen – Käufe von Vermögenswerten in Fremdwährung unter Schaffung von Franken durch die Zentralbank –, die die Vermögenswerte der Bank, wie erwähnt, auf ein Niveau von 100 % des Schweizer BIP brachten. Im Vergleich dazu betragen die Vermögenswerte der Fed, die mit der Politik der quantitativen Expansion der Währung in die Höhe geschossen sind, etwa 20 % des US-BIP, und die der EZB sind auf 30 % des BIP der Eurozone gestiegen. Bei einer ungünstigen Entwicklung des Euro-Wechselkurses könnte die Schweizerische Nationalbank ihr Kapital vernichten.

Wall Street Journal

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