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Alexander Calder und die in Riehen ausgestellten „Mobiles“.

Es ist vom 8. Juni bis 12. Januar 2014 zu sehen – Den Auftakt der Präsentation in der Fondation Beyeler bildet eine kuriose Gruppe verschiedener «Stabilmobile» von 1939, fast 2 Meter hohe Modelle, die für die avantgardistische Renovation der Fondation Beyeler entworfen wurden Zoo in der Bronx

Alexander Calder und die in Riehen ausgestellten „Mobiles“.

Fondation Beyeler präsentiert die zweite «Galerie Calder», die in Zusammenarbeit mit der Calder Foundation ins Leben gerufen wurde und sich einem noch unerforschten Aspekt im Werk von Alexander Calder widmet. Es wird vom 8. Juni bis 12. Januar 2014 zu sehen sein. 

Als der Künstler 1933 aufgrund der weltpolitischen Lage Paris in Richtung seiner nordamerikanischen Heimat verließ, ließ er sich mit seiner Frau Louisa James dauerhaft in Roxbury (Connecticut) in einem Bauernhaus aus dem XNUMX. Jahrhundert nieder. Dabei übt das Umfeld einen direkten Einfluss auf seine Arbeit aus, in der sich eine neue Entwicklungsphase abzeichnet. Sichtbar taucht der Außenraum in Calderanas Inszenierung auf und wird zu einem wesentlichen Bestandteil.

Die ersten „Mobiles“ der Pariser Zeit waren, ganz im Einklang mit der Künstlervereinigung Abstraction-Création, geometrischer Art und wurden nicht selten mechanisch mit Hilfe kleiner Kurbeln oder Elektromotoren betrieben. In Roxbury sind es nun die Natur, der Atem der Luft und das Wetter, die Calder inspirieren und ihm neue kreative Möglichkeiten bieten. Allmählich schleicht sich ein surreales Element in die Geometrien ein und damit einhergehend eine biomorphe Plastizität. In dieser entscheidenden Zeit entstanden die allerersten Außenskulpturen, die entfernt an Türme oder Wetterfahnen erinnerten, und erkundeten diese neuen kreativen Möglichkeiten und markierten den Ausgangspunkt für die monumentalen Werke der Nachkriegszeit.

Die Präsentation in der Fondation Beyeler eröffnet mit eine kuriose Gruppe verschiedener „Stallmobile“ ab 1939, knapp 2 Meter hohe Modelle für die avantgardistische Renovierung des Zoologischen Gartens in der Bronx (New York). Dort sollten die endgültigen Skulpturen in monumentalem Maßstab eine Art Baumschmuck für die afrikanisch anmutende Großkatzenanlage darstellen. Das Projekt wurde letztlich nicht verwirklicht, bleibt aber von außerordentlicher Bedeutung für das innovative Potenzial von Calders künstlerischen Ideen, das darin eingefangen wird.

Obwohl die Arbeiten stets als Abstraktionen im Raum zu verstehen sind, weisen die vergebenen Titel dennoch auf besondere Bewegungszustände, Gegenüberstellungen sich wiederholender Formen oder ausgeklügelte Gleichgewichtsbeziehungen hin. Das Abstrakte wird hier durch Benennung konkretisiert, da zwei einzelne repräsentative Werke für jedermann erfahrbar werden. 
Organische Evokationen führen dazu, die formalen Strukturen von Baumkronen, herabhängenden Ästen, Blattfolgen wahrzunehmen. Die reichhaltige Ausstattung lässt die ausgestellten Werke frei miteinander spielen, als wolle man sagen, ein echter „Calderwald“. Die daraus resultierende Vereinigung von Innen- und Außenraum greift ein Thema auf, das der Fondation Beyeler am Herzen liegt, wo die Sammlung Teil eines harmonischen Ganzen aus Architektur und Landschaft ist.

Ein zweiter Werkkern schliesslich zeichnet die Entstehungsgeschichte des in der Sammlung der Fondation Beyeler befindlichen Werks Tree von der ursprünglichen Vorlage bis zu den Zwischenstufen und formal verwandten Werken nach. Im Sommer kehrt der monumentale „Stallwagen“-Baum aus der Sammlung von Ernst und Hildy Beyeler dann an seinen angestammten Standort im Berower Park auf dem Areal der Fondation Beyeler zurück.

Neben Leihgaben der Calder Foundation sind selten ausgestellte Werke aus Privatsammlungen sowie aus der Fundació Joan Miró in Barcelona und dem Moderna Museet in Stockholm zu bewundern. 2012 begann die Fondation Beyeler eine mehrjährige Zusammenarbeit mit der Calder Foundation in New York, die es ermöglicht, die Werke beider Institutionen zusammenzuführen und in einer Reihe von Installationen, der «Calder Gallery», zu präsentieren. Ziel ist es, der Fondation Beyeler eine in Europa einzigartige dauerhafte Präsenz der Werke des grossen amerikanischen Künstlers Alexander Calder (1898-1976) zu gewähren und zur Studien- und Forschungstätigkeit zu seinem Werk beizutragen. Diese Initiative knüpft an die Erfahrungen an, die die Fondation Beyeler mit ihrer grossen Ausstellung „Calder – Miró“ (2004) und dem Zyklus „Rothko-Räume“ gesammelt hat.


Alexander Kalder (1898–1976)
Alexander Calder, dessen Karriere fast das gesamte XNUMX. Jahrhundert umfasst, ist einer der berühmtesten und einflussreichsten Künstler unserer Zeit. In eine illustre Familie von meist akademischen Künstlern hineingeboren, trug Calder mit seiner Kreativität dazu bei, den Horizont der modernen Kunst nachhaltig zu erweitern. Tatsächlich entwickelte er eine neue Art der Bildhauerei: Durch Biegen und Verdrehen des Drahtes „zeichnete“ er dreidimensionale Figuren in den Raum. Calder ist bekannt für die Erfindung der „Mobiles“, deren perfekt ausbalancierte abstrakte Elemente sich in immer neuen und harmonischen Kombinationen bewegen. Der Künstler hat sich auch der Gestaltung von großen Außenskulpturen verschrieben, die in verschraubtem Stahlblech ausgeführt sind. Heute schmücken diese schlanken Riesen zahlreiche öffentliche Plätze auf der ganzen Welt.

Calder-Stiftung
Die in New York ansässige Calder Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, die 1987 gegründet wurde, um die Kunst und das Erbe von Alexander Calder zu sammeln, zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Stiftung verfügt über eine unvergleichliche Sammlung von Werken und Archivalien. Seine Aktivitäten bestehen hauptsächlich in der Hilfeleistung Ausstellungen und Publikationen, in der Erweiterung und Pflege des Calder-Archivs und in der Katalogisierung aller von der Künstlerin geschaffenen Werke.

8. Juni 2013 - 12. Januar 2014

Öffnungszeiten Fondation Beyeler: täglich 10.00 Uhr 18.00, Mittwoch bis 20.00

Beyeler-Museum AG, Baselstrasse 77, CH-4125 Riehen 

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