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EasyJet wurde vom amerikanischen Fonds Apollo für 5,7 Milliarden Pfund übernommen.

Die amerikanische Private-Equity-Gesellschaft hat rund 7,7 Milliarden US-Dollar (7,15 Pfund pro Aktie) investiert. Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist easyJet Holidays, die Pauschalreisesparte.

EasyJet wurde vom amerikanischen Fonds Apollo für 5,7 Milliarden Pfund übernommen.

Apollo Global Management, die US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft, die weltweit über 700 Milliarden Dollar an Vermögenswerten verwaltet, hat eine Vereinbarung zur Übernahme von easyJet getroffen und diese nun auf den Tisch gelegt. ein Angebot von etwa 5,7 Milliarden Pfund, was etwa 7,7 Milliarden Dollar entsprichtDer vorgeschlagene Preis beträgt 7,15 Pfund pro Aktie und beendet einen Kampf um die Kontrolle über das britische Unternehmen, der mit dem Interesse des amerikanischen Fonds Castlelake begann.

Das Angebot stellt einen sehr hohen Aufschlag gegenüber dem vorherigen Aktienkurs dar: ca. +81% im Vergleich zum vorherigen Schlusskurs zu Beginn der Übernahmegerüchte und etwa +22% im Vergleich zu den Kursen unmittelbar vor Apollos Angebot.

Für Apollo geht es um einer der größten Betriebe im europäischen Luftverkehrssektor bestätigt die Strategie der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaften der letzten Jahre, sich auf Industrieanlagen mit starken Marken zu konzentrieren, deren Bewertungen jedoch vom Aktienmarkt als zu niedrig angesehen werden.

EasyJet: ein strategischer Vorteil auf dem europäischen Markt

In 1995 gegründet, easyJet gehört mittlerweile zu den wichtigsten europäischen Billigfluggesellschaften.Die Fluggesellschaft betreibt eine Flotte von über 300 Flugzeugen, bedient über 1.000 Strecken in mehr als 30 Ländern und ist besonders stark an europäischen Flughäfen mit schwer zu replizierenden Slots vertreten.

Der strategische Wert des Unternehmens liegt nicht nur in seiner Flotte, sondern vor allem in seinem Flughafennetz. Slots an Flughäfen wie London Gatwick, Mailand Malpensa, Genf, Amsterdam und andere europäische regionale Zentren stellen ein bedeutendes industrielles Kapital dar, insbesondere in einem Sektor, in dem das Kapazitätswachstum oft von der Verfügbarkeit von Genehmigungen und Betriebsfenstern abhängt.

Die Übernahme erfolgt nach schwierige Jahre für den LuftfahrtsektorDie Pandemie, steigende Treibstoffpreise, die Inflation der Betriebskosten und der Wettbewerbsdruck haben die Bewertungen börsennotierter Unternehmen belastet.

Die Finanzlogik von Apollo

Apollo konzentriert sich auf das Wertschöpfungspotenzial durch privates Management, das flexibler ist als die Beschränkungen des Aktienmarktes. Die Finanzthese des Fonds basiert auf drei Hauptsäulen: Wiederherstellung der Betriebsmargen; Ausbau margenstarker Dienstleistungen; und finanzielle Optimierung.

Der Billigflugsektor verfügt über eine hochgradig skalierbare Struktur: Eine höhere Flugzeugauslastung, ein effizienteres Flottenmanagement und steigende Nebeneinnahmen können die Rentabilität deutlich steigern. Ein zentrales Element der Strategie ist easyJet Holidays, die auf Pauschalreisen spezialisierte AbteilungDas Geschäft ermöglicht es dem Unternehmen, teilweise vom traditionellen reinen Passagiermodell hin zu einem integrierten Angebot mit höherem Kundennutzen zu wechseln.

Apollo verfügt über langjährige Erfahrung im Luftfahrtsektor. und hat bereits in Unternehmen aus dem Luftverkehrssektor investiert, wobei der Fokus auf der operativen Umstrukturierung, der Kapitaloptimierung und dem Wachstum durch gezielte Investitionen liegt.

Die Konfrontation mit Castlelake und der Kampf um den Wert

Vor dem Deal mit Apollo, easyJet hatte einen Vorschlag von Castlelake erhalten.Ein weiterer US-Investor, der sich auf alternative Anlagen spezialisiert hat. Das vorherige Angebot bewertete das Unternehmen mit rund 5,5 Milliarden Pfund, mit einem niedrigeren Preis pro Aktie als Apollos letztes Angebot.

Apollo überbot den Konkurrenten daraufhin mit einem höheren Angebot und überzeugte so den Vorstand von easyJet, dieses in Erwägung zu ziehen. für die Aktionäre wirtschaftlich vorteilhafter.Der Transaktionsmechanismus bietet einigen Anlegern auch eine mögliche Alternative: Anstatt nur Bargeld zu erhalten, können die Aktionäre ihr Engagement über das Vehikel aufrechterhalten, das das Unternehmen nach dem Übergang in privates Eigentum kontrollieren wird.

Der europäische Regulierungsknoten

Eines der heikelsten Themen betrifft die europäischen Regelungen zur Eigentumsfrage von Fluggesellschaften. Die EU-Vorschriften schreiben vor, dass Fluggesellschaften, die Flüge innerhalb der EU durchführen, mehrheitlich im Besitz europäischer Unternehmen sein müssen. Um dieses Hindernis zu überwinden, Apollo muss eine mit den EU-Anforderungen kompatible Unternehmensstruktur annehmen.Der Vorschlag sieht Instrumente wie Treuhandfonds oder eigens dafür eingerichtete Fahrzeuge vor, um die Aufrechterhaltung der europäischen Verkehrsrechte zu gewährleisten.

Dies ist besonders wichtig, da der wirtschaftliche Wert von easyJet maßgeblich von seinem europäischen Netzwerk abhängt: Eine Änderung der Betriebsrechte hätte direkte Auswirkungen auf die Bewertung der Investition.

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