Nach der Gewinnmitnahme am Freitag geht die Aktie heute am frühen Nachmittag an die Börse Telecom Italien erholt sich (+1,6 % auf 1,016 Euro), trotz des Umsatzeinbruchs, der sich auf den Ftse Mib (-2 %) auswirkt. Der Rebound folgt der Nachricht, dass Vivendi kaufte weiterhin Telekom-Aktien um die Weihnachtsfeiertage und eine Studie der Mediobanca, die den Kauf von Wertpapieren der von Marco Patuano geführten Gruppe vorschlägt.
Der erste Faktor ist von besonderer Bedeutung, weil eröffnet das Spiel um die Umwandlung von Sparaktien neu. Nachdem sich der Mediengigant unter dem Vorsitz von Vincent Bolloré auf der Hauptversammlung am 15. Dezember mit rund 20,5 % der Aktien präsentiert hatte, übernahm er – mit Zukäufen auch außerhalb des Marktes – weitere 0,86 % an Telecom, gab dafür 134 Millionen aus und stieg damit auf 21,36 %. An diesem Punkt kann Vivendi bis zu 24,9 % erreichen, ohne gezwungen zu sein, ein Übernahmeangebot abzugeben: Andernfalls kann der französische Konzern, wie bereits vor einem Monat angekündigt, einen neuen Sparaktien-Umwandlungsplan fördern, was an sich schon impliziert eine Kapitalverwässerung von ca. 30 %.
Mit "aktuellen Preisen deutlich unter seinem durchschnittlichen Ladepreis, der bei etwa 1,15 Euro liegt - sagt ein von Radiocor zitierter Analyst - wird Vivendi seinen Anteil wahrscheinlich auf bis zu 25 Prozent erhöhen", was die Übernahmeangebotspflicht auslösen würde. Laut einem anderen Makler wäre dieser Schritt die Vorbereitung für einen möglichen neuen Versuch, Ersparnisse der Telekom in gewöhnliche umzuwandeln: Tatsächlich würde die Stärkung des Kapitals Vivendi dies ermöglichen auch nach der Verwässerung eine führende Position unter den Aktionären behalten aus der Umwandlung von Sparbriefen.
Im Dezember das Umbauprojekt Die von der Telekom-Geschäftsführung vorgelegte war daran gescheitert von der Versammlung und insbesondere von Vivendi abgelehnt, was im Widerspruch zum festen Umtauschverhältnis stand. „Nehmen wir an, dass Vivendi erneut über die Umwandlung von Sparaktien nachdenkt, aber dies möglicherweise nicht vor der Erneuerung des Vorstands im Frühjahr 2017 geschieht“, schließt Equita.
Schließlich gibt es auch unter der Linse der Betreiber Branchenkonsolidierung, von der der CEO zurückgekehrt ist, um zu sprechen. Laut Patuano ist Telecom eher ein Aggregator kleinerer Unternehmen in Europa als eine potenzielle Beute für größere Gruppen. Tatsächlich wäre es wirklich komplex, eine Gruppe, die das Netzwerk in Italien besitzt, in ein Thema einzubeziehen, wie z Orangevon einer ausländischen Regierung kontrolliert.
