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Mailand, „Frauen und Ruinen“: Die Luigi Rovati Foundation feiert die Pioniere der archäologischen Fotografie.

Die Luigi Rovati Foundation präsentiert einen Vortrag mit dem Titel „Frauen und Ruinen: Archäologie, Fotografie und Landschaft“. Freitag, 3. Oktober, 18:00 Uhr. Palazzo Venezia 52, Mailand.

Eintritt frei, Reservierung empfohlen

Mailand, „Frauen und Ruinen“: Die Luigi Rovati Foundation feiert die Pioniere der archäologischen Fotografie.

Die Luigi Rovati Foundation, eine führende Institution der italienischen Kulturszene, veranstaltet ein Gespräch mit Laura M. Michetti (Universität Sapienza in Rom) und Roberta Valtorta (Universität IULM) sowie Ilaria Puri Purini und Caroline Goodson (American Academy) anlässlich der Präsentation des Katalogs zur Ausstellung „Women and Ruins“, die derzeit in der American Academy in Rom läuft.

Die Rovati-Stiftung Mailand

Gegründet mit dem Ziel, kulturelle und wissenschaftliche Aktivitäten zu fördern, Die Rovati-Stiftung ist ein Ort des Dialogs und der Reflexion über das künstlerische und archäologische Erbe, die innovative Forschung fördert, die weniger bekannte Aspekte der Geschichte und materiellen Kultur beleuchtet. Die Stiftung unterstützt Projekte, die wissenschaftliche Forschung und Verbreitung verbinden und so Diskussionsmöglichkeiten zwischen Wissenschaftlern, Künstlern und der Öffentlichkeit schaffen. In diesem Zusammenhang verdeutlicht die Präsentation des Katalogs „Frauen und Ruinen“ ihr Engagement für die Förderung historischer und archäologischer Forschung und interdisziplinärer Studien, mit besonderem Schwerpunkt auf weiblichen Perspektiven in der Kunstgeschichte und Archäologie.

Eine Ausstellung zu Ehren von Fotografinnen

Die Ausstellung würdigt die Entdeckerinnen, Archäologinnen und Fotografinnen, die im frühen 20. Jahrhundert Sie nutzten die Fotografie als ihr bevorzugtes Mittel zur Dokumentation von Ausgrabungen und der Veränderung der städtischen und ländlichen Landschaft im Italien nach der Wiedervereinigung. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Konventionen die Beteiligung von Frauen in der Forschung einschränkten, gelang es Persönlichkeiten wie Esther Van Deman, Marion Blake, Agnes und Dora Bulwer, Gertrude Bell und Maria Pasolini Ponti, das goldene Zeitalter der römischen Archäologie und darüber hinaus zu dokumentieren und ihre Arbeit auf Stätten im Mittelmeerraum und in der Türkei auszudehnen.

Die Protagonistinnen der Ausstellung sind amerikanische, britische und italienische Frauen Für sie war die Fotografie ein grundlegendes Mittel, nicht nur die antike Vergangenheit zu verstehen, sondern auch die sozialen und politischen Veränderungen ihrer Zeit zu interpretieren. Während sie die archäologische Blüte Roms dokumentierten, interpretierten sie gleichzeitig die Kanone der Landschaftsfotografie, wie sie damals verstanden wurde, neu und führten so zu einer neuen Vision von Raum und historischem Gedächtnis. Diese Entwicklung markierte einen bedeutenden kulturellen Wandel: Frauen traten neben Männern als Gelehrte und Fachleute der Antike auf, beteiligten sich an akademischen Debatten, hielten Vorträge und veröffentlichten wissenschaftliche Artikel und ebneten so den Weg für die weibliche Emanzipation in der Forschung.

Die Ausstellung ist in fünf Bereiche gegliedert

Die Ausstellung umfasst archivierte Fotoabzüge und Alben, die die Reisen der Archäologen dokumentieren – von den urbanen Zentren Roms, einem Treffpunkt von Gelehrten und Reisenden, bis in die Landschaft und zu archäologischen Stätten. Dabei werden Ruinen und Begegnungen entlang des Weges verewigt. Besonderes Augenmerk gilt der skulpturalen Dimension antiker Gebäuderuinen, die von den Fotografen mit einem innovativen Objektiv interpretiert werden, das wissenschaftliche Genauigkeit und ästhetisches Feingefühl vereint. Auf diese Weise würdigt „Women and Ruins“ nicht nur die historische Erinnerung an Orte, sondern auch die Wiederentdeckung einer neuen zentralen Bedeutung der weiblichen Figur in der Wissenschaft und der visuellen Kultur.

Titelbild: (Ausschnitt) Ester Van Deman, Ostia, Säulen des Theaters, 1910. Fotoarchiv der American Academy in Rom

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