Die europäischen Aktienmärkte schlossen eine Zwischensitzung ab und blieben vorsichtig in einem Kontext, der die ungelöste politische Krise in Frankreich und die Wall Street leicht im Minus, nach den Rekorden vom Vortag, Warten auf Neuigkeiten aus Washington zum ShutdownAufgrund des Lockdowns in den USA hungern die Anleger zudem nach wichtigen makroökonomischen Daten. Zum Handelsschluss verloren die Kurse in Mailand 0,17 Prozent, in Madrid 0,32 Prozent und in Amsterdam 0,64 Prozent. Frankfurt, London und Paris blieben unverändert.
Unterdessen regnen weiterhin Raketen und Worte wie Steine auf die Kriegsschauplätze. Während es geht um Frieden Israelische Panzer, Boote und Kampfjets griffen heute Morgen Teile des Gazastreifens an. Der Jahrestag des Hamas-Angriffs, der den zweijährigen Krieg auslöste, wurde begangen. Besonders profitieren diejenigen, die von den Zweifeln und Unsicherheiten profitierten. Gold überschreitet zum ersten Mal in der Geschichte die herausragende Marke von 4000 Dollar pro Unze.
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Paris hält dank Luxusaktien, aber Hafer fällt
Die Pariser Aktienkurse schlossen unverändert, Anleihen hingegen fielen, da sich die Anleger von französischen Staatsanleihen distanzierten. Präsident Emmanuel Macron gab Premierminister Sébastien Lecornu weitere 48 Stunden Zeit, um eine neue Regierung zu bilden. Doch die Hoffnung schwindet, und ein Großteil des Landes fordert Präsidentschaftswahlen. Es ist also nur der Luxus, der den Aktienmarkt stützt. dank der Förderung einiger Aktien durch Morgan Stanley: LVMH +3,6 %, Kering +5,75 %.
Französische Staatsanleihen bleiben jedoch weiterhin unter Druck. Der Spread für 10-jährige Anleihen gegenüber deutschen Staatsanleihen hat sich auf 86 Basispunkte ausgeweitet. Demgegenüber beträgt die Rendite 10-jähriger OAT-Anleihen 3,57 Prozent gegenüber 2,71 Prozent für Bundesanleihen mit gleicher Laufzeit. Das Bild italienischer Wertpapiere ist identischDennoch könnte das transalpine Land den schlechtesten Haushalt der Eurozone haben, mit einem Defizit von 5,7 Prozent im Jahr 2026 und 5,6 Prozent in diesem Jahr, fast doppelt so viel wie Italien.
Wall Street fällt nach Rekordhochs. Qualcomm übernimmt das italienische Unternehmen Arduino.
Auf der anderen Seite des Ozeans ist die Wall Street am amerikanischen Morgen flach. Gestern aktualisierten der Nasdaq und der S&P 500 ihre Höchststände Angetrieben wurde der Trend von KI-bezogenen Aktien, doch heute hat sich diese Dynamik abgeschwächt, während die Regierungsaktivitäten teilweise eingestellt bleiben, da noch immer keine politische Einigung über die Finanzierung erzielt wurde.
Auch Qualcomm folgte dem allgemeinen Trend, nachdem es am Dienstag bekannt gab die Übernahme von Arduino, ein italienisches Non-Profit-Unternehmen, das macht Hard- und Software zur Entwicklung von Prototypen von Robotern und anderen elektronischen Geräten.
Piazza Affari wird vom Luxus getragen und von den Banken belastet
Piazza Affari schloss leicht niedriger, nachdem die Kurse im Tagesverlauf über und unter dem Nennwert geschwankt hatten. Luxusaktien verzeichneten die größten Zugewinne, gefolgt von ihren französischen Pendants, insbesondere Moncler (plus 2,35 %) und Cucinelli (plus 2,14 %). In einem wenig strukturierten Finanzsektor stach Unipol mit einem Plus von 2,01 % hervor, nachdem in Il Sole 24 Ore Gerüchte über das Interesse von Unicredit (-0,57 %) an einem Bancassurance-Vertrag aufgekommen waren. Managed Savings erzielt mit Azimut eine gute Performance +2,12 % und Fineco +1,23 %.
Banken hingegen sind im Niedergang, obwohl weiterhin Spekulationen über neue Fusionen dominieren. Einerseits ist von Verbindungen zwischen Unipol und Bper (-1,8%) und Popolare di Sondrio (-1,53%) die Rede, andererseits von Banco Bpm (-1,74%) und ihrer möglichen Zukunft innerhalb des neuen Hubs aus MPS (-1,67%) und Mediobanca (-0,62%) – ein alternatives Szenario zur möglichen Fusion mit Credit Agricole Italia. Unterdessen hat Kepler Cheuvreux seine Empfehlung für Bper aufgrund der starken Performance der Aktie seit Jahresbeginn von „Kaufen“ auf „Halten“ gesenkt.
Weitere Kursrückgänge verzeichneten heute Stm (-1,85 %), Inwit (-1,16 %) und Prysmian (-1,13 %). Zu den größten Gewinnern des Tages zählten Stellantis (-1,16 %) und Tim (-0,56 %). Lottomatica erholt sich + 1,82%.
Schwacher Euro und ungezügeltes Gold
Auf dem Devisenmarkt schadet die Tatsache, dass Frankreich der neue kranke Mann Europas ist, dem Euro, der gegenüber dem Dollar weiterhin schwach ist. Der Wechselkurs liegt derzeit bei 1,167. Zumal es auch in Deutschland nicht gerade rosig zugeht und die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im August nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent zurückgingen. Erwartet worden war ein Anstieg um 1,4 Prozent.
Unter den Rohstoffen bleibt Gold der Star und verkauft sich bei Zentralbanken und Anlegern wie warme Semmeln. Der Futures-Preis für Dezember 2025 notiert derzeit auf einem neuen Rekordhoch von 4013,85 Dollar pro Unze (+0,93 %). Der Spot-Goldpreis liegt dicht dahinter und notiert nach 3941 Dollar nun bei 3.989,84 Dollar, ein Plus von 0,73 Prozent. Öl ist schwach, nach dem gestrigen Erholungsversuch. Brent-Rohöl wird im Dezember bei 65,32 USD pro Barrel (-0,23 %) gehandelt und WTI-Rohöl im November bei 61,58 USD (-0,18 %).
