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Paris feiert Alexander Calder: Die Fondation Louis Vuitton veranstaltet die größte Retrospektive der letzten Jahre.

Mit fast 300 ausgestellten Werken ist das Projekt eine Kooperation mit der Calder Foundation und vereint Leihgaben bedeutender internationaler Museen und Privatsammlungen. In den von Frank Gehry gestalteten Räumen werden berühmte Mobiles, Stabiles, Zeichnungen, Gemälde, Drahtporträts, Holzskulpturen und sogar Schmuckstücke als Miniaturkunstwerke präsentiert.

Paris feiert Alexander Calder: Die Fondation Louis Vuitton veranstaltet die größte Retrospektive der letzten Jahre.

Bis zum 16. August 2026 würdigt die Fondation Louis Vuitton in Paris Alexander Calder mit einer großen internationalen Retrospektive anlässlich des 100. Jahrestages seiner Ankunft in Frankreich und seines 50. Todestages. Die Ausstellung trägt den Titel „Calder. Rêver en Équilibre“Es wird eine der wichtigsten Ausstellungen sein, die jemals dem amerikanischen Meister der kinetischen Skulptur gewidmet wurden, und sie wird über ein halbes Jahrhundert künstlerischen Schaffens nachzeichnen, von den 1920er Jahren bis zu den monumentalen Installationen der 1960er und 1970er Jahre.

Calder und Bewegung als vierte Dimension

Die Ausstellung erstreckt sich über 3.000 Quadratmeter und erkundet die zentralen Themen von Calders Forschung: Bewegung, Licht, Klang, Balance, Schwerkraft und das Verhältnis von Masse und Leere. Die berühmten Mobiles, die in der fließenden Architektur der Fondation Louis Vuitton schweben, verwandeln die Ausstellung in eine wahre visuelle Choreografie, in der die Werke im Raum zu tanzen scheinen. Laut den Kuratoren Dieter Buchhart und Anna Karina Hofbauer revolutionierte Calder die Bildhauerei, indem er die Zeit als essentielle vierte Dimension einführte.

Cirque Calder kehrt nach Paris zurück

Einer der am meisten erwarteten Momente der Ausstellung wird die Rückkehr des berühmten [Name des Künstlers/der Künstlerin] nach Paris sein. Cirque CalderDiese außergewöhnliche Leihgabe des Whitney Museum of American Art war über fünfzehn Jahre lang nicht in Frankreich zu sehen. Der in den 1920er-Jahren entstandene Miniaturzirkus zählt zu den ersten Beispielen zeitgenössischer Performancekunst. Calder selbst inszenierte kleine Akrobaten, Clowns und Reiter vor einem stetig wachsenden Publikum im avantgardistischen Paris. Unter den Zuschauern seiner Aufführungen befanden sich Namen, die später in die Geschichte der modernen Kunst eingehen sollten, wie Fernand Léger, Joan Miró, Piet Mondrian, Jean Arp und Le Corbusier.

Die Begegnung mit Mondrian und die Entstehung der „Mobiles“

Nach seinem Studium an der Art Students League in New York kam Calder 1926 nach Paris und wurde schnell Teil der Kunstszene von Montparnasse. Ein Besuch in Piet Mondrians Atelier im Jahr 1930 veränderte jedoch seine künstlerischen Bestrebungen grundlegend. Beeindruckt von Mondrians Umgang mit Raum und Farbe in dessen abstrakten Werken, wandte sich Calder nach und nach von der Figuration ab und der Abstraktion zu. 1931 prägte Marcel Duchamp den Begriff „Mobile“ für seine kinetischen Skulpturen in Bewegung, während Jean Arp den Begriff „Stable“ für statische Werke einführte. Die ersten Kompositionen wurden mechanisch aktiviert; später genügte schon eine leichte Luftbewegung, um sie zum Leben zu erwecken. Jean-Paul Sartre schrieb, diese Werke „bezögen ihr Leben aus dem undefinierten Leben der Atmosphäre“.

Ein Dialog mit den großen Meistern des zwanzigsten Jahrhunderts

Die Ausstellung präsentiert außerdem Werke von Calders Zeitgenossen und Freunden, darunter Jean Arp, Barbara Hepworth, Jean Hélion, Paul Klee, Piet Mondrian und Pablo Picasso, und stellt seine bahnbrechende Forschung in den Kontext der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus werden 34 Fotografien einiger der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts gezeigt, darunter Henri Cartier-Bresson, Man Ray, Irving Penn, Gordon Parks und Agnès Varda. Sie zeigen Calder im Spannungsfeld zwischen Kunst und Alltag.

Monumentale Skulpturen und Kunst im öffentlichen Raum

Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten 1933 arbeitete Calder weiterhin zwischen Amerika und Europa und nahm 1937 neben Picasso und Miró am Pavillon der Spanischen Republik teil. Nach dem Krieg ließ er sich teilweise an der Loire im Dorf Saché nieder, wo er ein zunehmend monumentales Werk schuf, das den Begriff der öffentlichen Skulptur neu definierte. Von filigranen, im Wind wiegenden Metallkonstruktionen bis hin zu gigantischen Stadtinstallationen gelang es Calder, abstrakte Werke zu schaffen, die mit der Natur und der umgebenden Architektur in Dialog treten. Die Fondation Louis Vuitton widmet nun erstmals nicht nur alle Ausstellungsräume, sondern auch die Außenanlage den Werken des amerikanischen Künstlers und ermöglicht so einen direkten Vergleich zwischen Calders Formen und denen des von Frank Gehry entworfenen Gebäudes.

Bild: Alexander Calder, Der große Vitesse (1:5 Zwischenmodell), 1969
Blech, Schrauben und Farbe, 259,1 x 342,9 x 236,2 cm
Calder-Stiftung, New York
© 2026 Calder Foundation, New York / ADAGP, Paris
Foto mit freundlicher Genehmigung der Calder Foundation, New York / Art Resource, New York

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