An der Wall Street hat das Jahr 2017 bereits begonnen. Der Rest der gestern durchgeführten Operationen, wie von der Verordnung vorgeschrieben, ist für Montag, den 2. Januar, geplant. Dieser technische Hinweis dient dazu, die scharfe Trendwende des Marktes zu erklären, der von Gewinnmitnahmen bei Aktien dominiert wird, mehr als gerechtfertigt durch die Rally der letzten Wochen, aber auch durch den Rückgang des Dollars und durch die starken Käufe von T-Bond-Auktionen in 5 Jahre. Wir sind also in eine neue Phase eingetreten: Nach dem Staunen über die Neuheit der Wahl von Donald Trump stehen wir kurz davor, uns mit der neuen Realität und den damit verbundenen Problemen auseinanderzusetzen.
Andererseits gibt es nichts Neues in der Haltung der europäischen Partner gegenüber der Sanierung der italienischen Banken. Das Bundesfinanzministerium äußerte gestern seine Befürchtungen zum Rettungsplan für Monte dei Paschi di Siena und betonte, Rom müsse sich an europäische Regeln halten. „Die EZB und die Europäische Kommission müssen prüfen und sicherstellen, dass die italienischen Behörden die europäischen Regeln einhalten“, bekräftigte der Sprecher des Berliner Ministeriums.
Es droht eine saftige Rechnung, die sogar über die 6,5 Milliarden (von 8,8) hinausgeht, die der Staat für die Abgeordneten zahlen muss. Pier Carlo Padoan reagierte, indem er von der EZB "mehr Transparenz" forderte. Aber in einem Punkt herrscht Einigkeit: Die Verantwortung von Managern muss sanktioniert werden. Ebenso wie die Leichtigkeit der Regler, fügt Frankfurt hinzu. Kurz gesagt, selbst wenn das Staatsrating Italiens, wie Standard & Poor's sagte, keinen unmittelbaren Schaden erleiden wird, ist das Bankenproblem ein Felsbrocken, den das Bankendekret überhaupt nicht beseitigt hat.
Meteo Borsa rät zur Vorsicht: Plötzliche Verkäufe sind nicht ausgeschlossen, vergessen Sie also Ihren Regenschirm nicht.
TOSHIBA COLLAPSE: -40 % AB MONTAG
Tokio geht im Kielwasser der Wall Street zurück (-1%). Die Krise von Toshiba verschärft sich, beeinflusst durch den Zusammenbruch der Nuklearaktivitäten der US-Tochtergesellschaften. Heute Morgen verloren die Aktien des Riesen weitere 15 %, was zu den -25 % zu Beginn der Woche hinzukommt. Auch die Banken, die der Gruppe am nächsten stehen, stehen unter Beschuss: Die Sumitomo Bank verliert 4,6 %. Die Umwandlung eines Großteils der Konzernschulden in Aktien ist nicht ausgeschlossen.
Gestern war der schlimmste Tag der letzten zwei Monate für die Wall Street: Der Nasdaq verlor frisch von seinem Rekord 0,90 %. Der Dow Jones (-0,56 %) kletterte auf 20.000 Punkte (Schlusskurs 19.833,68). S&P -0,84 %. Die Daten zu den Immobilienverkäufen für November waren enttäuschend und verzeichneten einen Rückgang von 2,5 % gegenüber dem Vormonat, während die Analysten von +0,5 % erwarteten.
Die Ölpreise fallen nach dem überraschenden Anstieg der US-Lagerbestände leicht: Der Markt wartet darauf, wie die OPEC-Mitgliedsländer und andere Produzenten die vereinbarte Förderkürzung umsetzen werden. Brent wird zu 56,18 Dollar je Barrel (+0,5 %) gehandelt. An der Wall Street ConocoPhillips -0,9 %, Halliburton -0,5 %, Exxon +0,1 %.
In Europa war gestern ein positiver Tag für Ölaktien (Stoxx des Sektors +0,6 %): Total (+0,7 %) und Royal Dutch Shell (+0,7 %) schnitten gut ab. In Mailand schloss Eni die Sitzung jedoch mit einem Minus von 0,2 %. Mediobanca Securities bestätigte die Outperform-Empfehlung für die Aktie und das Kursziel von 18,5 Euro. Saipem +1 %.
HEUTE ERSTER BTP 2017: Sinkende Kurse erwartet
Rückläufiger Handel auf den europäischen Märkten in Ermangelung relevanter makroökonomischer Daten. Der Stoxx 600-Index stieg um 0,22 %. In Mailand schloss der Ftse Mib Index um 0,8 % bei 19.239 Punkten. Seitlicher Tag an den anderen europäischen Börsen, wobei die Indizes von Paris und Frankfurt unverändert enden, während die Madrider Börse um 0,5 % fällt.
Der Markt erwartet heute die mittelfristigen Auktionen für vier Wertpapiere: Das Wirtschaftsministerium stellt Investoren zwischen 4,75 und 6,75 Milliarden BTPs über 5 und 10 Jahre zur Verfügung, zusammen mit dem außerplanmäßigen November 2026 (a Thirty -Jahr mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren) und am Ccteu Februar 2024.
Es wird mit einem starken Rückgang der Renditen gerechnet. Die 5-jährige Anleihe vom November 2021, die heute für 2-2,5 Milliarden angeboten und Ende November mit einem Zinssatz von 0,91 % platziert wurde, brachte 0,60 % nahe dem gestrigen Abschluss. Die 1-jährige Anleihe, die für einen Betrag zwischen 1,5 und 1,97 Milliarden angeboten und Ende November mit einem Zinssatz von 17,30 % zugeteilt wurde, brachte um 1,835 eine Rendite von XNUMX %.
Gestern Morgen versteigerte das italienische Finanzministerium 6,5 Milliarden sechsmonatige BOTs mit einer Rendite von -0,31 %, einem Allzeittief. Die Nachfrage belief sich auf 9,7 Milliarden Euro. In der November-Auktion lag die Rendite bei -0,19 %. Der Spread zum Bund blieb unverändert bei 162 Basispunkten.
DIE BELIEBTEN BANKEN UNTER FEUER, NUR EINEN SCHRITT VON DEN GUTEN BANKEN ENTFERNT
Obwohl Monte Paschi (wer weiß wie lange) vom Handel suspendiert ist, beeinflusst er weiterhin den Finanzsektor. Der Bankenkorb fiel um 1,23 %. Die Popolari leiden: Die Herabstufung von Fitch belastet weiterhin Bpm (-2,65 %) und Banco Popolare (-2,21 %). Ubi (-3,32 %) steht kurz vor dem Abschluss der Übernahme der guten Banken, die in Kürze den Verkauf der faulen Kredite an Atlante abschließen werden. Die schlechtesten waren Banca Carige (-5,35 %) und Credito Valtellinese (-3,98 %).
Auch Versicherungen (Generali -1,32 %) und Vermögensverwaltungen (Finecobank verlor 2,55 %) waren schlecht.
ITALIEN-FRANKREICH/1: WARTEPHASE AUF MEDIASET
Die Konfrontation zwischen Italien und Frankreich, die absoluten Protagonisten der auf der Piazza Affari eröffneten Spiele, wird durch neue Episoden bereichert. Mediaset schloss (-0,7 %) nach einem Tag, der durch verschiedene Gerüchte über mögliche Verträge zwischen Vivendi und Fininvest belebt wurde.
Nettorückgang von Telecom Italia (-3,1 %), nachdem es in den vorangegangenen beiden Sitzungen fast 6 % zugelegt hatte. „Mir sind keine Kontakte zwischen CDP und Telecom Italia bekannt“, sagte Minister Padoan.
ITALIEN-FRANKREICH/2: PARMALATS FONDS BEREIT ZUM KAMPF
Inzwischen tut sich ein neues Vergleichsfeld auf: Parmalat schloss mit einem Plus von +2,3 % auf 2,896 Euro und blieb damit über dem Kurs des Übernahmeangebots von Lactalis mit 2,8 Euro je Aktie. Mehrere Investmentfonds, darunter Amber Capital, das knapp 3 % der Anteile hält, sind bereit, den Kampf aufzunehmen.
„Wir werden die Aktien nicht zum Übernahmeangebot liefern, da der Preis unserer Meinung nach zu niedrig ist und Parmalat viel mehr wert ist.“ So Arturo Albano, Vertreter des Fonds Amber Capital in Italien. „Heute – erklärt er – wird Parmalat vom Markt mit dem 0,8-fachen seines Umsatzes bewertet. Seine Konkurrenten liegen im Durchschnitt bei 1,5x. Selbst wenn wir einen vorsichtigen Multiplikator von 1 anwenden und die zum Jahresende erwartete Nettofinanzposition addieren, wäre die Aktie 3,82 Euro je Aktie wert.“ Oder noch mehr: „Im Jahr 2011, zum Zeitpunkt des ersten Lactalis-Übernahmeangebots, hatte Parmalat einen Umsatz von 4,5 Milliarden und eine Bruttobetriebsmarge von 374 Millionen, während es 2015 einen Umsatz von 6,5 Milliarden mit einer Bruttobetriebsmarge von erwirtschaftete 444 Millionen. Laut einem Analysten, der das Unternehmen verfolgt, wird die Gruppe 2018 610 Millionen Mol erreichen. Ein fairer Preis muss daher über 4 Euro je Aktie liegen.'
ITALIEN-FRANKREICH/3: FINCANTIERI IN RICHTUNG DER SAINT-NAZAIRE-WERFT
Schließlich ist Fincantieri (+0,6%) einen Schritt von der Übernahme der zum Verkauf stehenden Werften von Saint Nazaire durch die koreanische Gruppe Stx entfernt. Der italienische Konzern hätte lediglich das Kaufangebot dem aktenführenden koreanischen Gericht in Seoul vorlegen sollen. Für die Analysten von Equita ist der Deal aus strategischer Sicht sehr sinnvoll, da er die führende Position der Gruppe im Kreuzfahrtschiffsektor stärken würde, wobei der Marktanteil von 40-45% auf etwa 60% steigen würde. Die Analysten von Banca Imi erwarten einen Angebotspreis von weniger als 100 Millionen Euro, „weil wir glauben, dass einige Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich sind“.
LEONARDO: FÜR BANCA IMI HEISST ES KAUFEN. SCHWUNGRAD ACOTEL UND DADA
Versorger sind im Minus: Enel -0,6 %, Terna -1,2 %, Snam -0,7 %. Unter den Industrieaktien fällt Leonardo um 1 %. Banca Imi begrüßt die Übernahme von Sistemi Dinamici und bekräftigt die Kaufempfehlung und das Kursziel von 15 Euro für die Aktie.
Bei den Nebenwerten positionierte sich Acotel auf der gesamten Piazza Affari unter den besten Werten (+16,3 % auf 5,875 Euro). Der rund um den 7. Dezember gestartete Kursverlauf der Aktie hat sich in den letzten Sitzungen beschleunigt: Seit Monatsbeginn hat Acotel rund 97 % zugelegt.
Dada schloss um 5,2 % auf 2,852 Euro. Die Tochtergesellschaft Register.it hat am vergangenen Donnerstag bei Börsenschluss einen mittel-/langfristigen Cash-Pool-Darlehensvertrag über insgesamt 22 Millionen unterzeichnet.
