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Autonomes Fahren: Stellantis bremst AutoDrive, Volkswagen beschleunigt mit neuen KI-Funktionen

Die Zukunft autonomer Fahrzeuge in Europa entwickelt sich in zwei Geschwindigkeiten. Während Stellantis aufgrund von Kosten und schwacher Nachfrage Level 3 AutoDrive pausiert, beschleunigen Bosch und Cariad (Volkswagen) die Entwicklung einer skalierbaren KI-Architektur für den globalen Markt.

Autonomes Fahren: Stellantis bremst AutoDrive, Volkswagen beschleunigt mit neuen KI-Funktionen

Die Zukunft der Mobilität entwickelt sich rasant, doch nicht alle Hersteller verfolgen den gleichen Weg. Einerseits stellantis hat beschlossen, seinen Plan zu bremsen, autonomes Fahren, auf dem anderen Volkswagen drückt auf das Gaspedal mit Hilfe von Bosch und sein Softwarehaus CariadZwei gegensätzliche Strategien, die die Herausforderungen eines faszinierenden, aber komplexen Sektors deutlich veranschaulichen, in dem Tesla und die chinesischen Marken das Rennen um immer intelligentere und softwaregesteuertere Autos anführen.

Stellantis friert AutoDrive ein: Der Level-3-Traum verschoben

zweite ReutersDie Entscheidung von Stellantis beruht auf einer Kombination von Faktoren: Kosten hohes Entwicklungsniveau, Komplexität Technik und Frage immer noch schwacher Markt. AutoDriveDas im Februar als „fertig“ vorgestellte autonome Fahrsystem der Stufe 3, das es dem Fahrer unter bestimmten Bedingungen ermöglicht hätte, die Hände vom Lenkrad und den Blick von der Straße zu nehmen, bleibt daher zumindest vorerst auf Eis.

Die Gruppe bestätigte, dass die Technologie „entwickelt und verfügbar“ sei, aber Es gibt keine Bedingungen für einen sofortigen kommerziellen Start. Dieser Stopp erfolgt zusätzlich zu anderen Überlegungen zur digitalen Strategie der Gruppe: der Partnerschaft mit Amazon für die SmartCockpit, während der italienisch-französische Riese für komplexere Softwarefunktionen zunehmend auf Android-Lösungen und externe Anbieter zurückgreifen wird.

Der Geschäftsführer Antonio Filosa Das Unternehmen möchte seine internen Anstrengungen auf die besonderen Elemente des Kundenerlebnisses konzentrieren und die technologisch teuersten und komplexesten Bereiche spezialisierten Unternehmen überlassen.

aiMotive: Stellantis‘ verborgenes Geheimnis

Die Zukunft des autonomen Fahrens bei Stellantis könnte sein aiMotive, das 2022 übernommene ungarische Startup, das auf KI und fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) spezialisiert ist. Es bleibt abzuwarten, ob und wann eine neue Version von AutoDrive erscheint und ob diese noch Level-3-Funktionen enthalten wird.

Der Kontext ist nicht gerade hilfreich: Der aus der Fusion von FCA und Peugeot hervorgegangene Konzern hat ein schwieriges Jahr 2024 hinter sich, mit sinkenden Umsätzen und einem Aktienkurs, der innerhalb eines Jahres um mehr als 40 Prozent auf 9,93 Dollar gefallen ist. Filosa muss bis 2026 eine klarere Softwarestrategie vorlegen, um sein Ziel von 20 Milliarden Euro jährlichem Softwareumsatz bis 2030 zu erreichen.

Volkswagen und Bosch: Turbo für KI und autonomes Fahren

Während Stellantis langsamer wird, Bosch e Cariad, die Softwareentwicklungsabteilung der Gruppe Volkswagen sie treten aufs Gaspedal. Mit ihren Allianz für automatisiertes Fahren, entwickelt einen KI-basierten Software-Stack, der assistierte und autonome Fahrsysteme der Level 2 und 3 auf einen sichereren, skalierbareren und zugänglicheren Standard bringen soll. Der deutsche Riese wird diese Funktionen in die neue softwaredefinierte Architektur seiner Fahrzeuge integrieren. ab 2026Darüber hinaus wird Bosch die Lösung auch für andere Hersteller skalierbar machen.

„Wir zeigen, dass die deutsche Industrie die Schlüsseltechnologien KI und autonomes Fahren beherrscht“, erklärt er. Peter Bosch, CEO von Cariad. Für Mathias Pillin, CTO von Bosch Mobility: „Daten und künstliche Intelligenz sind von grundlegender Bedeutung: Nur gemeinsam können wir zuverlässige Systeme im großen Maßstab auf die Straße bringen.“

End-to-End-KI: Von Sensoren zu Entscheidungen

Der neue Bosch-Cariad-Stack ist nicht auf eine einzelne Komponente beschränkt, sondern verwendet diekünstliche Intelligenz entlang der gesamten Technologiekette: von der Objekterkennung über die Fusion von Kamera- und Radardaten bis hin zur Entscheidungsfindung und sicheren Steuerung von Motor, Lenkung und Bremse.

Der nächste Schritt wird die Integration von Systemen sein Vision-Sprache-Aktion (VLA), die Bilder und Sprache miteinander verbinden kann, um wie ein erfahrener Autofahrer zu „denken“. Dadurch kann die Software komplexe städtische Verkehrsszenarien vorhersehen und versteckte Gefahren erkennen – ein Ansatz, der an die fortschrittlichste generative KI erinnert.

Der Ansatz macht den Unterschied datengesteuerteDie Testflotten, zu denen bereits Modelle wie der ID.Buzz und der Audi Q8 gehören, werden mehrmals täglich mit neuen Softwareversionen aktualisiert. Tests finden in Europa, Japan und den USA statt, und Hunderte neuer Fahrzeuge, die mit fortschrittlichen Sensoren ausgestattet sind, werden die Datensammlung im Laufe des Jahres 2025 bereichern. Ziel ist es, künstliche Intelligenz auf sogenannten Sonderfälle – jene seltenen und unvorhersehbaren Situationen, die ein autonomes Auto wirklich auf die Probe stellen – um immer zuverlässigere, sicherere und komfortablere Systeme in die Serienproduktion zu bringen.

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