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Müllverbrennungsanlagen in Gefahr: „Grünes“ Europa will sie besteuern

Die EU plant, Müllverbrennungsanlagen ab 2028 dem EU-Emissionshandelssystem (ETS) zu unterwerfen und damit deren Deponienutzung einzuschränken. Die zusätzlichen Kosten sind erheblich. Die Kosten für die Anlieferung des Materials zur Aufbereitung werden um 20 % steigen. Dies ist beispielsweise in Rom der Fall. Die Betreiber protestieren.

Müllverbrennungsanlagen in Gefahr: „Grünes“ Europa will sie besteuern

Schwere Zeiten für diejenigen, die ein Gleichgewicht suchen zwischen Verweigerung Umweltschützer und Umweltschützer kämpfen gerecht gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel. Denn die Auseinandersetzung unterschiedlicher Theorien geht oft mit einem weniger noblen Wettstreit der Absurditäten einher. Selbst die Institutionen, die als Schiedsrichter fungieren, sind davor nicht gefeit. Jüngstes eklatantes Beispiel ist die Regulierung von Müllverbrennungsanlagen. Diese Anlagen emittieren große Mengen CO2 und andere Schadstoffe und müssen stillgelegt werden, so viele Umweltschützer. Befürworter hingegen beharren, bestärkt durch die … WissenschaftDie Bilanz zwischen verursachter und vermiedener Umweltverschmutzung fällt eindeutig zugunsten der vermiedenen Verschmutzung aus. Doch letztendlich trägt Europa die Verantwortung für das Chaos.

Die EU hält formell an ihrer Umweltpolitik fest. Sie wehrt sich vehement gegen Forderungen nach einer Abschwächung des verpflichtenden Emissionshandelssystems, das den kostspieligen Austausch von Emissionszertifikaten als Alternative zu den erwarteten hohen Strafen vorsieht. Auch bei den geplanten Verpflichtungen für energieeffizientes Wohnen hat sie keinen Schritt nachgegeben. Allerdings hat sie beim Programm zur Ablösung von Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge ab 2035 deutlich nachgegeben.offensichtlicher WiderspruchHinzu kommt nun ein noch gravierenderes und offensichtlicheres Problem: die Regulierung von Müllverbrennungsanlagen. Konkret geht es um die Ausweitung des Emissionshandelssystems auf diese Anlagen, die Abfall recyceln, indem sie die dabei entstehende reichlich vorhandene Energie wiederverwenden.

Europas starre Haltung, das Emissionshandelssystem nicht zu schwächen, ist absolut verständlich, da es als entscheidend gilt, umweltschädliche Aktivitäten zugunsten von Investitionen in umweltfreundlichere Alternativen einzudämmen. Aus genau diesen Gründen erscheint die Ausweitung des Emissionshandelssystems auf Müllverbrennungsanlagen jedoch objektiv betrachtet... kontraproduktiv und es ist bedeutungslos.

Eine neue Bedrohung für eine ohnehin schon schwierige Herausforderung

Müllverbrennungsanlagen erfordern große Anstrengungen, um die Ablehnung vieler selbsternannter Umweltschützer zu überwinden, und in jedem Fall enorme Kosten Um sie zu bauen. Und hier liegt das neue Problem: Die Ausweitung des Emissionshandelssystems auf diese Anlagen, die Europa bereits ab 2028 mit der Richtlinie 959/2023 anstrebte und die nun trotz Forderungen nach einer Überprüfung bestätigt wurde, könnte die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Betriebs gefährden. Der Vorwurf, untermauert mit konkreten Zahlen, kommt unter anderem von UtiliItalia, der Verband, der italienische Unternehmen vertritt, die sich mit Umwelt, Energie und Wasser befassen.

Laut Utilitalia könnte die Ausweitung des ETS-Systems auf die Abfallverwertung tatsächlich Erweiterungskosten Die Betriebskosten einer mittelgroßen bis großen Anlage könnten bis zu 350 Millionen Euro pro Jahr erreichen und die Wirtschaftlichkeit dieser Lösung ernsthaft gefährden. Grund dafür ist eine Erhöhung der Abfallentsorgungsgebühr um etwa 45 Euro pro Tonne, was zu einem Anstieg der Betriebskosten um etwa 20 % führt.

„Die mögliche Einbeziehung von Müllverbrennungsanlagen in das Emissionshandelssystem“, erklärt Roberto Tasca, Vizepräsident für europäische Angelegenheiten bei Utilitalia, „würde kontraproduktive Umweltauswirkungen hervorrufen. Mangels technologisch nachhaltiger Alternativen zur Behandlung des nicht recycelbaren Abfallanteils würden steigende Kosten letztendlich die Müllverbrennung begünstigen.“ Rückgriff auf Mülldeponien„Müllverbrennungsanlagen stellen heute die Hauptemissionsquelle des Sektors dar und sind für 64 % der Treibhausgasemissionen des Sektors verantwortlich.“ Tasca betont: „Müllverbrennungsanlagen sind derzeit die effizienteste, sicherste und nachhaltigste Lösung für die Entsorgung von nicht recycelbaren Abfällen. In einem Kontext, der bereits durch … gekennzeichnet ist …“Notstand im Kraftwerk Und da es keine Mülldeponien gibt, würde eine Regulierungsmaßnahme dieser Art die Gefahr bergen, konkrete Umweltschäden zu verursachen und gleichzeitig eine unvermeidliche wirtschaftliche Belastung für Bürger und Unternehmen mit sich zu bringen.“

Der Fall des „Musterwerks“ in Rom

Ein gutes Beispiel dafür? Hier, südlich von Rom, entsteht nach jahrelangem Kampf, Konflikten und Verzögerungen die Müllverbrennungsanlage Santa Palomba. Der Grundstein wurde Ende Mai von Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri und dem Vorstandsvorsitzenden des städtischen Energieunternehmens Acea, Fabrizio Palermo, gelegt. Mit einer Würdigung von versprochene Vorteile aus dem Werk, das Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro mobilisiert hat und das, so versprechen sie, ein „Referenzmodell“ sein wird.

Ab September 2029, wenn die Anlage in Betrieb geht, werden jährlich 600 Tonnen unsortierter und nicht direkt recycelbarer Abfall nachts auf den Gleisen transportiert. Um die Öffentlichkeit zu beruhigen, werden ein großer Park und ein Aussichtsturm errichtet. Gleichzeitig soll ein 31 Millionen Euro teurer Plan für Straßen- und Verkehrsinfrastruktur den zusätzlichen Verkehr mehr als kompensieren und – so das Versprechen – die gesamte Region entlasten. Straßen des Quadranten südlich der Hauptstadt.

Sie betonen, es handele sich um ein Vorbild für Energieeffizienz und -rückgewinnung. PV Es wird alle Flächen abdecken und die Energieerzeugungskapazität ergänzen, die jährlich umgerechnet etwa 540 Megawattstunden (MWh) erreichen wird. Ein Fernwärmenetz ermöglicht es, diese in unserem Land noch nicht weit verbreitete Lösung in angrenzenden Wohn- und Industriegebieten zu testen. Es wird auch ein Versuchssystem geben, nicht nur für die Asche bergen schwer (wie auch immer durch die Vorschriften vorgeschrieben), aber auch für die Erfassung und Lagerung von Co2.

Die finanzielle Situation? Sie sei gesichert, versprechen die Architekten. Unklar ist allerdings, ob die neuen, von Europa angedrohten ETS-Gebühren im Gesetzentwurf enthalten sind. Angesichts der Umweltauswirkungen sind die Einsparungen im Vergleich zu den aktuellen Deponiegebühren jedenfalls offensichtlich. Die Anlieferungen an die Anlage in Santa Palomba werden jährlich 24 Lkw-Fahrten für den Abfalltransport zu Anlagen nicht nur in Norditalien, sondern auch im Ausland vermeiden und damit zumindest teilweise ein dunkles Kapitel unseres Umweltmanagements aufarbeiten. All dies mit der ETS-„Steuer“ zu bestrafen, erscheint objektiv betrachtet als ein eklatanter Widerspruch.

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