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Großbritannien, Elektrowagen statt Pferde zum Polospielen

Die Rache der Nerds auf zwei Rädern ist Segway Polo – Ein Londoner Unternehmer will jedes edle Tabu brechen und den neuen Sport starten – Trainingseinheiten für neue Athleten ab Oktober, 10 Länder sollen beteiligt sein – In Kalifornien gibt es bereits Chariot-Polo-Weltmeisterschaften Strom, zu den Schöpfern des Mitbegründers von Apple

Großbritannien, Elektrowagen statt Pferde zum Polospielen

Sie beleidigten und verspotteten ihn und nannten ihn einen „Stelzenläufer auf zwei Rädern“. Sie haben es von britischen Straßen und Gehwegen verbannt. Aber am Ende konnte er gewinnen. Es ist der Segway – oder, viel prosaischer gesagt, der elektrische Streitwagen – das neue Must-Have-Gerät für den muskulösen und sportlichen Nachwuchs, der elegant auf hübschen Hengsten Polo spielt.

Wie wir wissen, ändern sich die Zeiten. Und die Krise betrifft alle, auch die höchsten Ebenen der Gesellschaft. Deshalb könnten die edlen Vierbeiner durch Fortbewegungsmittel ersetzt werden, die gemeinhin mit ehemaligen Hippies und Umweltschützern in Verbindung gebracht werden.

Das Bild von zehn Herren mit Helmen und Poloschlägern an Bord eines elektrischen Streitwagens – veröffentlicht in der Sonntagsausgabe von The Independent – ​​kann surreal wirken. Doch das ist der verbotene Traum eines Londoner Unternehmers, der alle Tabus überwinden will: das erste Poloteam auf einem Segway zu gründen. Nick Magliocchetti, so heißt der Sportinnovator, hat ein auf Technologie-Start-ups spezialisiertes Beratungsunternehmen und hofft, seine Spieler bereits im Oktober auf das Feld bringen zu können. Sein Projekt geht über Großbritannien hinaus und zielt darauf ab, zehn weitere Länder einzubeziehen, in denen Gruppen von Erwachsenen bereit sind, auf Fahrzeugen Sport zu treiben, die in der kollektiven Vorstellung hauptsächlich von Verkehrspolizisten in öffentlichen Parks und von Touristen genutzt werden.

In Wirklichkeit gibt es den Sport bereits, die eigentliche Herausforderung besteht darin, ihn im Hoheitsgebiet von Königin Elizabeth einzuführen. Die Idee – mindestens 10 Jahre alt – stammt von einer Gruppe kalifornischer Nerds, darunter Apple-Mitbegründer Steve Wozniak. Letzten Monat fand die siebte Weltmeisterschaft statt – der „Woz Cup“ – und der Gewinner war ein ungewöhnliches Team Barbados.

Magliocchetti betont, dass der Segway Polo auch und vor allem aus wirtschaftlicher Sicht praktisch sei. Der Verbrauch ganzer Ponystaffeln ist nicht einmal mit dem Aufladen einiger Batterien zu vergleichen. Eine Invasion seines Polofeldes durch Horden von Plebejern und Sonntagssportlern muss der Herzog von Cambridge jedoch nicht befürchten: Ein gebrauchter Elektro-Streitwagen kostet immer noch 3500 Euro.

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